501 ftand, der nur wenig falzig war, und im Allgemeinen an der Luft etwas weich wurde. Die Fälligkeit feucht zu werden rührt vom Kali her. 6) Alle thierifchen Flüfligkeiten enthalten, nach mei¬ nen Verfuchen, neutralistes Kali. So verhält lieh wenig. Xtens Blut, die Wafferfuchtflüffigkeit, Eiter von Gefchwü- ren und Eitet , der ohne Continuitätszerftörung abgefon- dert wird, die Flüffigkeit aus Blafen von Fliegenpflaftern Harn und die reichliche, beim Katarrh abgefonderte Flüf- figkeit der Nafenfchleimhaut. Da hier das Alkali mit dem thierifchen Oxyd verbunden ift, fo ift es leicht darzu- ftellen. 7) Ungeachtet ich manche Unterfeheidun «smetk- male zwilchen der abgefonderten Auswurfsmaterie und dem Auswurfseiter entdeckt zu haben glaube, fo ift es doch jetzt nicht meine Ablicht, weitläufiger darüber zu l'eyn, und ich bemerke hier nur, dafs der Gehalt von Salzen vor¬ züglich Kali und falzfaiirçm Natron, im Eiter viel gerin¬ ger als in der ohne Continuitätstrennung gebildeten Aus- wurfsflüfligkeit ift, weshalb jener nach dem Austrocknen an der Luft nicht feucht wird. 8) Allgemein ift, glaube ich, die Annahme, dafs die kreifenden und abgefonderten Flüfligkeiten Natron ent¬ halten, und dafs flies vorzüglich in der von der Bronchial- fchleimhaut abgefonderten Flüffigkeit der Fall ift. Andra Beobachter werden meine Verfuche betätigen oder wider¬ legen; indeffen fcheint es mir wahrfcheinlicher, dafs dis rnenfchlichen Flüfligkeiten Kali als Nation enthalten, die mit einem Oxyd oder zerftörbarer Säure verbunden wären, weil Kali mit Pflanzenkoft und gegohrnen Geträn¬ ken beftändig eingeführt, diefes vermuthlich eben fo wenig als das faizfaure Natron, welches auf demfeiben Wege ein- tritt, zerftört wird, dagegen diefe Speifen und Getränke nicht, wenigftens nicht gewöhnlich, Natron mit einer zer- ftörbaren Säure oder einem Oxyd verbunden enthalten. 9) Aus den obigen Verbuchen ergiebt lieh, dafs die Auswurfsmaterie zu der Klaffe gerinnbarer Flüfligkeiten, nicht alter den gallertigen, oder fchleimigen gehört. Von dem gerinnbaren Blutwaffer unterfcheidet fie /ich, fofern lie mit einer weit anfehnlichem Menge von Waffer eine