481 entdecken, aufser wenn diefe von eingenommenen, im Munde befindlichen fauren Subftanzen herrührte. 2) Die zweite Art fcheint mir die feiten fite zu feyn. Bei gewiffen Bronchialkatarrhen erfcheint lie plötzlich in grofser Menge, bisweilen zu 2 — 3 Nöfseln in 24 Stun¬ den. Bei Anfällen des krampfhaften Afthrna und Keich- huftens wird lie auch bisweilen, nur feiten bei Lungen- und Bruftfellentzündungeil und einigen organifchen Herz - und Lungenkrankheiten ausgeworfen. Sie ift durchfich- tig, einförmig., und hat die Conliftenz des Eiweifses oder eines , aus ungefähr einem Theile Gummi arabicum und 4—5 Theilen Waffer beftehenden Gemifches, ift farblos, hat einen Fleifchgeruch und einen etwas falzigen Ge- fchmack. Wenn fie 8 — IO Stunden geftanden hat, fetzen fich faferige, blättrige oder geronnene Mafien ab, von welchen einige in der IiellcnFlüfligkeit fohv-immen. Bis¬ weilen kommen zugleich Knötchen von einer uudurch- fichtigen, dicken, zähen Snbftanz vor. Unter der einfa¬ chen Vergröfserung findet man eine unregelmäfsige, theils fich bewegende, theils ruhig fehwebende Maffe, unterm Miktofkop Kügelchen, die beträchtlich gröfser, aber weit weniger zahlreich als im Blute find. Sie ift weder lauer noch aikalifeli, fchwimmt anfänglich im Waffer , linkt aber nachher unter Entwicklung von Luftblafen zu Bo¬ den. An der Luft fault lie in der Wärme fehneller als Fiter, ohne undurchßchtig zu werden. Eben fo wurde he weder undarci nichtig noch dicker, als lie eine Stunde lang einem Strom von Sauerftoffgas ausgefetzt wurde, und nachdem fie in einer damit angefüllten Röhre mit demfei- ben einen Monat lang in Berührung geftanden hatte. 3) L'*ie undurchfichtige, fadige Flüfligkeit wird vorzüg¬ lich a) in der häufigen, in England endemifehen Krank¬ heit, dein durch Knoten erzeugten Winterkatarrh zu § bis I Nülsel in 24 Stunden ausgeworfen, hauptfächlich einige Jahre hinter einander im Winter, und bisweilen während eines langen Lebens nachdem 4often oder 5often Jahre 5 b) oft kommt fie bei der durch Tuberkeln verurfachten Limgcnfchwindfucht junger Leute vor, wo lie häufig mit Eiter aus Gefchwüren verweclifelt wird; c) bisweilen bei Längen- und Luftröhrenentzündung, dem Anfchein nach als ein heilfamer Auswurf ; d) biswei-