479 IL Ueber den Lungenauswurf. Von G. Pearfon. (Aus den Philofophicnl Transact. 1805. Th. II. P- 313 — 344 ) Ungeachtet man in den letzten Zeiten, theils in der Meinung, tlafs die, Betrachtung des Nerven- und Mus- kelfyftems zu einer genügenden Erklärung der Lebens- erfcheinungen hinreiche, theils aus Abneigung gegen die Träume der Iiumoralphylxologie und Pathologie, die thieri- fchen Säfte lehr vernachläfsigt hat, fo verdienen diele doch offenbar eine genauere Berücklichtigurjg, da iicli aus neuern Verfuchen ergeben hat, daf- man nach Gefal¬ len Blut, Harn, Milch, Schweifs, vielleicht auch Speichel mit in den Magen aufgenommenen Stoffen, welche lehr bedeutende Wirkungen hervorbringen, auf eine den, Sinnen wahrnehmbare Weife fchwängern kann, und lieh aus den fchüneu Verfuchen von Colrnan ergiebt, dafs die anfteckende Drufe ira Efel durch Ueberführung dis Blutes eines daran leidenden Pferdes, und durch den Nafenfchleim des kranken Efels im Pferde oder Eiei er¬ zeugt werden kann J). Der Gegenftand des gegenwärtigen Auffatzes ift die Unterfuchung der Eigenfchaften der durch die Bronchi al¬ lant abgefonderten Flüffigkeiten , deren Eigenfchaften zu Beftiimuung des Unheils der Asrzte über verfchiedna Lungenkrankheitea, vorzüglich aber die Lungenknoten dienen, weiche jährlich 120,000 bis 140,000 Menfchen in Grofsbritannien tödten. Auf die Unterfuchungen mehrerer vorzüglicher Chemiker nehme ich hier, um nicht zu weitläuftig zu werden, keine Rücklicht. Nach meinen Beobachtungen kann man die vielen Varietäten des Lun gen aus wurfs auf folgende fieben zurückfähren. 1) Der gallertartige, halbdurchfiehtige, bläuliche, der im gefunden Zuftande Statt findet. 2) Der dünne, fehleimähnliche, durchTichtige, bei Lungenkatarrhen in Menge erzeugte. Nach H, Colrnan hat ein drufiger Blei nicht Elut genug, um die Krankheit dem Pferde durch Transir,lion mitzutheilen.