Haller fagt fell on im Allgemeinen vom Herzen des Fötus1 *), rials es gröfser ift, und einen beträcht¬ lichen Theil der Brufthöhle einnimmt, Mayer fügt hinzu, dafs cliefes Verhältnifs defto vortheilhafter für das Herz ift, je näher fich der Embryo feinem Entftehen be¬ findet s). Von einem nicht völlig fechs Linien langen Eni- bryo lugt Räume 5) fehl' treffend, das lehr grol'se Herz habe durch feinen' Umfang die Wände der Brufthöhle auszudehnen gefchienen, denn in der That nimmt es, wie fich aus meinen Unterfuchungen (S. Fig. i. u. ff.) ergiebt, anfänglich die ganze Brufthöhle ein. Bei mehrern, l'elbli neuern Schriftfteliern findet man diefen Punkt, ungeachtet lie die Bildungsgefchichte im Allgemeinen betrachten, gar nicht berührt. IVris- herg z. B. macht in feinen vor!reiflichen Beiträgen zur Anatomie des Embryo gar nicht auf denfelben aufmerk- fam. Eben fo übergehen ihn Sömmerring, Bichat und noch neuerlichfl: Gordon ganz mit Stilllchweigen , und man könnte daher um fo mehr geneigt feyn, ander Richtigkeit der Angabe anderer Schriftfteller zu zwei¬ feln, da fich in der Thierreihe das Herz infofern auf eine ganz entgegengefetzte Weife entwickelt, als es um fo kleiner ift, je niedriger das Thier Jteht, daher war die genaue Reviüon des Gegenltandes nicht überflüffig. IT. Bas Herz iß anfangs in Hin ficht auf Lage und Gefeiltfymmeirifcher als inJpäeern Perioden. Der arteriöfe Theil fteht anfangs fenkrecht, mit der Spitze gerade nach vorn und unten, die beiden 1) Elem. phyfiol. T. VIII. P. I. p. 365. 2) Vom Baue des meiilehliclvcn Körpers. Tli. 5. S. 307. 3) Bei Buff an fupplém. k Thift. naturelle. T. IV. p. 3Ä7. a d, Journal de phÿfique 177$.