£200 fähig, die über die Hauptpunkte deffelben keine weitere Ungewifs- heit und keinen fernem Streit der Meinungen verftattet ; und diefe Anffätze find jene Lehre auf folehe Weife darzuftellen beftimmt. Mit welchem Erfolge, darüber mögen ftrenge, aber unbefangene Richter entfcheiden ! Der Weg zu dem hier bezeicbneten Ziele führt freilich durch manche dem Anfchein nach kleinliche Erörterungen, für die der freundliche Lefer gütige Nachficht bereit zu halten ge¬ beten wird; es ift mancher Kampf mit Meinungen und ungniigen- den Erklärungsverfuchen auf demfelben zu beftehen; man erzählt felblt, dafs es gar unheimlich fey auf dieferr. Wege, und wohl mag hier und da wenigftens ein Irrwifch auf ihm umherfehwärmen. Indefs wir nehmen von der Erfahrung ficheres Geleit, und fehen, wie diefes und eigene Wachfamkeit uns durehhilft. I. Ueber die Urfachen der Luftveränderung in den Lungen des Menfchen und der, hohem Thiere. Wodurch verliert die Luft in den Lungen einen Theil ihres freien Sauerftoffes, und woher erhält fie die Kohlenfäure, womit bereichert fie aus denfelben zurückkehrt? —• Diefe Frage fehlen durch dasjenige, was die Nachforfchungen Humphry Daws und Spallan¬ zanis tbeils über die in geathmeten Luftarten vorgehen¬ den Veränderungen, theils über die Mifchungsverfchie- denheit des hellrothen Blutes vom dunkelrothen erge¬ ben hatten, faft entfeheidend der Lehre Lagranges ge- mäfs, der unter uns in der Hauptfache auch Ackermann, Nitzjch und Mehes *) gefolgt waren, dahin beantvvor- î) Zu denen jetzt auch noch G. /Î. Treviranus zufolge feiner fchönen Abhandlung über das Athmen im vierten Theil feiner Biologie hinzuzurechnen ift. Ich darf hier nicht unterlaffen