137 der Brufthöhle bis zum Nabe] herab, und veränderte regel- mäfsig bei den verfchiedenen Acten des Athmens feine Geftalt und Lage. Beim Einathmen erhob es iich und trat in die Brufthöhle zurück, beim Ausathmen ftieg es nach vorn herab. Beim Schreien, vorzüglich, wenn es dabei gerade ftand , vergröfserte es fich beträchtlich und wurde härter, dagegen verkleinerte eshch und erfehlaffte, wenn das Kind ftill war und auf dem Rücken oder etwas auf der Seite mit mäfsig gebogenen Gliedern lag. Durch einen allmähligen mäfsigen Druck konnte es ganz in die Bruft¬ höhle gebracht werden, allein das Athmen wurde erfchwert. Nach aufgehobnem Drucke fprang es fogleich hervor. Aufserdem fabe und fühlte man beftändig die abwechfeln- de Zufammenziehung und Ausdehnung deffelben. Vorn und linkerfeits befand lieh eine anfehnliche Oeffnung in der Brufthöhle, die am vordem Ende der vierten wahren Rippe anzufangen fehlen, und durch das Bruftbein und die vordem Theile der unvollkommnen Rippen gebildet wurde. Unter dem Herzen befand lieh ein Theil der Leber, der durch diefehr dünnen allgemeinen Bedeckungen fchimmerte. Uebrigens war das Kind nor¬ mal gebildet. Leider fehlt aber die Angabe des Gefühle eli¬ tes und der Befchaffenheit des Herzbeutels. Eine andre, weniger unvollkommne Form der Brnft- höhlenfpalte fand ßch lo bei einem Manne von 27 Jahren. Der vordere und mittlere Theil der Brufthöhle war blofs durch Haut bedeckt. Das Herz hatte ziemlich feine nor¬ male Lage, ragte wenigftens nicht hervor. Nur die Hand¬ habe desBruftbeins war vorhanden. Die Knorpel der zwei¬ ten bis fiebenten Rippe fehlten ganz oder gröfstentheils, und endigten fich in einen longitudinellen, lie unter einander verbindenden Wulft, welcher unten die beiden letzten wah¬ ren Rippen unter einander vereinigte, und unftreitig das in zwei Seitenhälften gefpaltene Bruftbein darftellte. Durch die blofs häutige Stelle nahm man deullich aile Bewe¬ gungen des Herzens wahr. Auf die Gefundheit hatte dief© Bildung durchaus keinen Einflufs. Ein dritter, noch merkwürdigerer Fall vermehrt die, befonders aber beim Menfchen, fehr geringe Zahl der Fälle