97 welche von aufsen die zahlreichen Zweige der Rücken- fchlagader der Ruthe in den fchwamxnigen Körper ein¬ drangen, und durch welche Venenzweige heraustraten, um fich mit dem Stamm der Rückenvene zu verbinden. Der in der Sehnenhaut eingefchloffene fchwammige Körper erftreckte fich bis in den hinteren Theil der Eichel hinein, endigte fich hier zugefpitzt und gefchlof- fen, ohne mit dem fchwammigen Körper der Eichel in Verbindung zu ftehen. Er beftand aus lehr zahlreichen Arterienzweigen, und aus noch zahlreichem und fehr weiten Venenzweigen, die in mannichfaltiger Richtung verflochten waren. Die Venenzweige bildeten zellen- artige Erweiterungen, welche die vermeintlichen Zel¬ len des fchwammigen Körpers darftellten, die nach der Meinung der Anatomen zwifchen den Arterien und Ve¬ nen als Zellen und Räume eigenthümlicher Art liegen füllen. Um die Harnröhre (f.) befand fich ebenfalls ein aus zarten Arterienzweigen und weiten Venen¬ netzen gebildeter fchwammiger Körper (e.), welcher fich bis in die Eichel erftreckte. Dafs die zellenartigen Räume des fchwammigen Körpers mit ihren inneren glatten Wänden, blofse Erweiterungen der Venen find, erhellet daraus, dafs fich diefelben auch felbft aufser der fehnigen Umhüllung in der Rückenvene der Ruthe fanden (i. i. i. i.), und zwar ganz auf djefelbe Art, wie in dem fchwammigen Körper der Ruthe, der Harnröhre und der Eichel. Die in der Rückenvene enthaltenen zell- und netzartigen Räume find die unmit¬ telbaren Fortfetzungen der Zellen des fchwammigen Körpers der Eichel, der Harnröhre und der Ruthe. Dadurch wird es alfo aufser allen Zweifel gefetzt, dafs die Zellen und Räume des fchwammigen Körpers nicht Zellen eines eigentümlichen Zellgewebes, fondern blofse Erweiterungen und netzförmige Verftrickungen der Venen find. M, d, Archiv, II, i. G