Vorarbeit für die Erforschung des Reflexmechanis¬ mus im Lendenmarke des Frosches. Von Dr. II. Sanders-Ezn. Mit drei Tafeln. Zu einem genauem Studium der Reflexbewegungen eignet sich, wie allbekannt, kein Präparat besser als die hinteren Frosch-Extremitäten mit den zugehörigen Nerven und Rllcken- mnrkstheilen. In welcher Richtung man nun auch die Reflex¬ bewegungen zu studiren oder zu benutzen beabsichtigt, immer wird man gezwungen sein, allen Übrigen voraus, die Beziehungen zu erforschen, weiche zwischen den Ocrllichkciten der gereizten Hnutstellen und denen der bewegten Muskeln bestehen. Da über diesen Punkt, soweit mir bekannt, keine genaueren Beobachtun¬ gen angestelll sind, so lag mir's nahe eine solche vorzunehmen, als ich methodisch in den Reflexmechanismus einzudringen dachte. Bei der Betrachtung der örtlichen Beziehungen zwischen dem Hautreiz und der ausgelösten Bewegung könnte man von der Annahme ausgehen, dass die reflectorischen Einrichtungen im Lendenmarke des Frosches ähnlich beschaffen sind , wie im verlängerten Marke der Säugethiere. Bei Letzteren werden bekanntlich durch die Reizung einzelner scharf abgegränzler Localitäten, wie z. B. der Bindehaut des Auges, der Nasen-, Rachen-, Kehlkopfschleimhaut, u. s. w. jedesmal ganz bestimmte Bewegungen ausgeiöst, welche namentlich eine Veränderung in der Lage oder in sonstigen Eigenschafton des Reizes oder des gereizten Ortes hei vorzubringen trachten, wesshalb man jene Reflexbewegungen als zweckmässige zu bezeichnen pflegt. Zu einer Uebertragung dieses Gesichtspunktes auf die Reflexe im I