Karl II ii r t h î e : 42« Zweite Abhandlung. , Ueber den Einfluss der Reizung von Gefassnerven auf die pulsaforisclie Druck Schwankung in der Kaninclien-Carolis. Von Dr. Karl Hiirtlile, Assistent ain physiolog. Institut in Iîreslau. Hierzu Tafel III und 1 Holzschnitt. Obwohl die Darstellung der pulsatorischcn Schwankung des Blutdruckes mittelst manometrischer Vorrichtungen vor der sphyg- mographischen Methode den Vorzug voraus hat, dass sie zugleich mit der Form des Pulses die Höhe des Blutdruckes angibt, und deshalb besonders geeignet ist zur Untersuchung derjenigen Ver¬ änderungen des Pulses, die mit Blutdrucksehwankuugen einher¬ gehen, ist sie doch zur Beobachtung der Wellenbewegung des Blutes bisher nur wenig verwendet worden1). Ich habe nun mittelst der eben beschriebenen Manometer die Frage in Angriff genommen, ob und in welcher Weise die Form des Pulses durch den Zustand der peripheren Gelasse beeintlusst wird und tlieile hier die Ergebnisse meiner im Tübinger physio¬ logischen Institute angestellten Beobachtungen mit; daselbst habe ich mich darauf beschränkt, zu untersuchen, welchen Einfluss die Reizung des Halssympathicus und des Nervus depressor auf die pulsatorischc Druckschwankung in der Kaninchencarotis ausübt. Weitere, in Breslau begonnene Untersuchungen werden dieselbe Frage verfolgen und namentlich auch darüber entscheiden, ob die 1) s. A. Fick, Ueber die Schwankungen des lihitdruckes in verschie¬ denen Abschnitten dos Gefässsysteines. Verliandl. d. physiol.-med. Ges. in Würzburg, N. F. IV. I!d. 1873. S. 223.