Nebennieren. 775 C. Glandulae suprarenales. Nebennieren. Die Neb enn i eren (capsulae atrabiliariae, renes succenturiatz", Obernieren, Nierenkapseln) sind zwei abgeflachte Organe von abgerundet dreieckiger Gestalt, welche auf den entsprechenden Nieren aufliegen. Ihr oberer Rand ist dünn, convex und ragt in der Mitte oft so stark vor, dass er nahezu die Spitze eines Dreieckes bildet; der untere Rand ist dick, concav, tief eingeschnitten und legt sich an die obere und innere Seite der Niere an, mit deren Kapsel sie sich durch lockeres Bindegewebe verbindet. Die hintere Fläche der Nehenniere legt Sich an das Zwerchfell an; die vordere Fläche ist rechts von der Leber, links Von der Bauchspeicheldrüse und der Milz bedeckt; sie besitzt eine Furche,_ hilus, Welche oft sehr tief einschneidet; in ihr treten die Gefasse aus und ein. Die rechte Niebenniere rückt mit der rechten Niere etwas tiefer herab als die linke. Fig. 677. Linke Niere unillNebenniex-e von vornen. Fig. H7. 2- i: Slßildula. supmrenalis. 2, gibbus. 3, hilus renis. 4, ureter. i, 5, vena et arteria renalis. "I H M1" 1,. D' G d Nebenniere wechselt bei wirkte. 16 rosse er den verschiedenen Individuen ziemlich stark; I i! "(t die linke ist meist an der Basis etwas schmä- Hits, 1er, dagegen länger und breiter als die rechte. Järxfh iir Die mittlere Länge der linken Nebenniere fvßchselt meist zwischen 4,2 und 6,2 Cm. und Ihre Breite zwischen 2,4 und 3,2 Cm.; bei der 11 i. rechten Nebenniere wechselt die Länge meist zwischen 3,5 und 5,2 Cm. und die Breite n zwischen 2,0 und 3,0 Cm. Das Gewicht g"; ß schwankt für beide Nebennieren zusammen zwischen 11 und 18 Grammen. (Durchschnitts- Zahlen aus 76 Beobachtungen.) Ein Unterschied zwischen Männern und Weibern wulfde nichtbeobachtet; allein bei jugendlichen Individuen finden sich die Neben- Pierßll Verhältnissmässig stärker entwickelt als bei älteren, bei welchen sie oft ziemlich stark geschrumpft sind._ Jede Nebenniere ist in eine geringe Menge von fetthaltigem Bindegewebe elngehüllht und besitzt eine feste tibröse Kapsel. Von aussen her hat sie ein gelbliches Ansehen, Welches von der tief gelben Farbe ihrer Rindensubstanz herriihrt, die durch die Kapsel hindurch leuchtet. Auf dem Durchschnitte er- Sfheillt dieselbe fest und gestreift und bildet den Hauptbestandtheil des Organes; sie lllngiebt nach allen Seiten hin die innere oder Marksubstanz, Welche beim Erwachsenen eine dunklere bis bmmsehwarze Farbe besitzt und Oft S0 weifih und teigig ist, dass man von einigen Seiten diese mittlere Abtheilung irr- thümlicher Weise für eine Höhle hielt. Die fibröse Hülle, involucrum glznululae suprareualis, ist H0 innig mit der Rlndßrlsubstanz verbunden, dass sie nicht ohne Zerreissung der letzteren los- äetrennt werden kann. Ihre tieferen Lagen sind sehr reich an Kernen und be- slfzell keine elastischen Fasern; sie stehen mit den übrösen Fortsätzen in Ver- bindung; welche in das Innere der Substanz eindringen. Hmmßln, Anatomie. 2. Auß. 1. 50