Entwicklung der Urogenitalorgane. 691 Fig. 627. Seitliche, schematische Ansicht Fi 527 der Anlag? de; Urogenitialapparetes, be- g" vor man e ne rennung er Geschlechter wahrnehmen kann. m Nebenneihie-aeslun. sind? dlixalr" iigchgenuäiitee sind lzntiiäiiilii III-Q 275W und die Müllefschen und Wolifschen Giingc sind von VOrnen dargestellt. l, linke Niere. 2. linke Neben- s iiiere. 3, Harnleiter. 4, Harnblase. ö. Harngang A- l (llrachus). ot, Keiindriisennnlsge. W, linker Wolf'- Scher Körper. x, Stelle, an welcher sich die coni vasculosi des Nebenhodens entwickeln. w, w, Woli-P- x sche Giinge. in, m, Müllefsche Gänge. gc, Vereini- Slmg dieser vier Gänge zum Genitslstrsnge. ug, inus d. Ilrogenitalls. cl, Cloake, gemeinschaftliche Oetfnung xyifili des Darmes und des Sinus urogcnitiilis. i, Mastdarin. 1; a"'ä CD, Erhebung, aus welcher die Clitoris oder die Ruthe o hervorgeht. ls, Wulst, aus welchem sich der Hoden- sack oder die grossen Schamlippen entwickeln. A, i; Äluerdurchschnitte durch den Genitalstrang. ln den W Q Oberen Abtheilungen sind die Müllefschen Ginge, in, Y x x Sowie die Woliflschen ginge, _w, w, vollständignge- 1 5 m u, rennt; in der Mitte rucken die Mulleischeu Gange In einander und unten bilden sie nur einen einzigen w 1 Gang. , 3 2x . Die gemeinsame Uranlage der Ge- L Schlechtsdriisen erscheint ziemlich gleich- zeitig mit der Bildung der Müllefschen Gänge gc Zljvlschcn Enddariu und WolfPsclien Körpern. Sie ist die zum Theile durch den Wolf f u Sehen Gang, zum Theile durch die Wucherung O 9 des Keimepithels, sainint dem Zwischengewebe Q bei-vorgebrachte und in die Banchhöhle hinein l _ Tagßnde Hervorwölbung, der Genitalwall. Aus der Wucherung des Kciinepithels und' c C1 des Zwischeiigewebes geht die Bildung der P 15 Eierstöcke hervor, an welchen das erstere durch Einstiilpungen die Entwicklung der wich- ngeffön Parenchymtheile in oben (pag. 689) fllßcinandergesetzter Weise bedingt. Beim Hähnchen erscheint nach Wiildeycr diese Anlage 1:111: Anfange iils zarter, weisser Streifen an der inneren Fläche des W'olff'schen Körpers, wel- Ker nochniniifdem Tubencpithel in continuirlicher Verbindung steht. Je mehr der Wolf f 'sche Beiträgen; wachst, desto mehr das Ovarium auf den ivorderenuiäbschnitt des Organes be- W E und man siehtydnnn spater die Ovarien als kleine ovale Korper den Bauchßächen der OHf Sehen Körper anliegen. In weiterer Entwicklung wachsen nun die Ovarien, während (f: Wolf f 'scheii Körper atrophireu und es decken jene diese von vornen her zu. Die Ovarien Kögli: Im? (läen vorderen Flächen der sehr vergrösserten Nieren an, während die Wolf f Eichen I. a bilden. S eine gelbliche Gebilde die Nebeneierstocke zwischen Nieren und den Ovaneii da Die Ausfihrungsgänge der Wolf f 'schen Körper verschwinden beim menschlichen Weibe, "emniber bei verschiedenen Thieren als Gärtnefsche Oanäle fort. weh DlßnSeheide, der Uterus und die Fallorfschen Tuben entstehen aus den Müllei- dieegcGsngen. Die Theile der Müllefschcn Giinge, welche mit einander verschmelzen, bilden ve heide, die Cervicalportion und einen Theil "des Körpers der Gebärmutter. Erfolgt die Geämäzllfng nur unvollkommen, so entsteht Idadurch die seltene Anomiilie einer doppelten des M" ,11l1( doppelter Scheide mit bommunication beider Thcile imter einander. _Der Theil dm] ullerschen Gange, welcher sich vom unteren Ende der Urniere an bis zu der Verbin- mutässtelle beider Giinge erstreckt, bildet bei Thieren mit gehörnter Gebärmutter das Gebär- leitefrälsfn- Der weiter nach oben hin gelegene Thcil des Ganges wandelt sich zu dem Ei- entwillljderhauchfellerhebung zwischen dem Ovariinn und der Basis des Wolf f 'schen Körpers von äaelt Slßh dasfibröse Band des Eierstockes, währendjn dem Theile, welcher sich S6 zum Cß-Imlis Nuckii erstreckt, das Ligamentnm uteri rotundnm entsteht. den werter verfolgbsr, als die Entwicklung der Eierstöcke, ist die Entstehung der H0- Dien; "a1 deyef glaubt, dass die Entwicklung der Sainencanälchen wie diejenige der Ur- an "Welchen vom Wolf f 'schen Gange aus erfolge. Er giebt für das Hähnchen zunächst wuiüe wie dies bereits früher von J. Müller und dann ausführlicher von Banks beschrieben i (11188 man in der Urnie nälch n beobachte: nämlich erstens breitere und starkem re zweierlei Ca. e ' welche den grösscren, ventralen Theil des Organen einnehmen und den Harn absondern