Vierte Abtheilung. Organa. genitalia. Geschlechtsorgane. Die Geschlechtsorgane (organa sexualia) sind diejenigen Eingeweide, durch deren Thätigkeit diedibrtptlanzung der Individuen und die Erhaltung ihrer Art vermittelt wird. Sie bereiten zum Theile die Keimstoife, aus welchen die An- lagen der neuen Geschöpfe hervorgehen, Keimdrüsen; zum Theile dienen sie zur Fortleitung der Keimstoffe von ihrer Bildungsstätte zu den für ihre Erhal- tung oder Weiterentwicklung günstigen Localitäten, die gleichfalls zu den Ge- schlechtsorganen gehören. Diese sämrntlichen Abtheilungen bezeichnet man zu- Sammengenommen als innere Geschlechtsorgane. Zu ihnen gesellen sich dann noch diejenigen Gebilde, welche die zur Entwicklung neuer Individuen nothwendige Vereinigung der Keimstoffe beider Geschlechter mit einander ver- mitteln; diese Theile sind die äusseren Geschlechtstheile. Während alle übrigen Körperorgane für beide Geschlechter übereinstimmend angelegt sind.und nur in nebensächlichen Dingen kleine Differenzen zeigen, sind die Geschlechtsorgane bei entwickelten Individuen für beide Geschlechter in ihrem gesammten Bau und in ihren Verrichtungen vollständig verschieden. Allein wie sie sich in ihren Thätigkeiten gegenseitig ergänzen, so zeigt auch ihr Grundplan grosse Aehnlichkeiten; dabei gehen die Geschlechtsorgane beider Geschlechter aus übereinstimmenden Anlagen hervor. Es giebt während der Entwicklung Zeiten, in welchen_die Individuen geschlechtslos sind; dann kommt eine Periode, in welcher zwar die Geschlechtsorgane vorhanden, ein bestimmter Geschlechtsunterschied aber noch nicht wahrnehmbar ist. Dieser indifferente Geschlechtszustand geht dann später in einen für jedes Geschlecht specifischen Entwicklungsmodus über, wobei wesentlich verschieden gestaltete Organe ent- o stehen, deren Zusammengehörigkeit und gegenseitigen Beziehungen nuran der Hand der Entwicklungsgeschichte nachweisbar sind. Erste Unterabtheilung. Urgana genitalia masculina. Männliche Geschlechtsorgane. Die Keimdrüsen des männlichen Gesehlechtsapparates sind die Hodenx lZui Fortleitung des Keimstoücs, Syrien, dienen Netz enhöden und Samen"; feil-tief"; die letzteren, ausserhalb der Bauchhöhle mit Geüissen, Nerven und häu- ggen Gebilden zum Samenstrange verbunden, trennen sich beim Eintritteiin b"? Banchhöhle von diesen Theilen und stehen im Becken mit kleinen aus Aus- uchtflngell bestehenden Reservoirs, den Samenbläschen, in Verbindung; die gemeinschaftlichen Ausüihrungscanälchen der beiden letzteren, Ausep tznngev