der Kupferplatten. 29 Platte A. A. Die erste Figur stellt die dies) Grazien vor, welche Töchter des Jnpiters, und I, Gra- Gdttinnen der Annel)mlichkeit und Dankbarkeit sind. Sie sind ferner Begleiterinnen7""' der Venus und ewige Jungfrauen. Man male: sie selten bekleidet, sondern mehrentheils nackend, und zwar so, daß die mitteliie dem Anschauer den Rücken zukehret, die bev- den andern aber von vorne anzusehen sind. Sie heissen Aglaia, Thalia, und Euphro- sine; einige setzen noch die Pitho hinzu. Rumina oder Rumia, eine römische Gottheit, welche über die Milch der ter und Ammen gefekzt war, und um das Gedeyen derielben bei) den Kindern ange-"W" flel)et ward. Man opferte ihr Milch statt Weins. Dieses ist die zwote Figur. Die dritte Figur stellt eine von den Horen oder Gottheiten der Stunden vor,z.-zo--. welche die Pferde an den Sonnenwagen spannen, und oft als Begleiterinnen dessel- ben gemalt werden. In der vierten Figur 17eht man eine Abbildung des Weütvindes oder Zepht)rs. Mk- Die fünfte Figur zeigt uns eine der Musen, entweder Ernte oder Terpl7chore. s.Ek-ro. -Die sechste Figur giebt et;dlich eine Abbildung der Pi3)che, oder der mensck)li-c.s13fycb- chen Seele. Von allen diesen Figuren kommt in der Ikonotogc"e selbst mehr vor. Platte B.B. M ihtZ:egee3)Zgkk3e;Jt die Grasen noch einmal in ihres gewöhnlichen Stellung, und Unten sieht man den Apoll auf seinem Wagen in Begleitung der .Horen oder GlE)ck)ti;1nen der Stunden und Jahrszeiten, deren bei) der vorigen Platte Erwehnung ge e )en. Platte C. C. Diese Platte steuer Verschiedene Masken vor. Die l-enden untersten End alte geschnittene Steine von abgeschmackten, Zusammensetzung. Man findet mehr derglei- chen, und Von noch wunderbar-erer Erfindung, uber deren Bedeutung ii"cI) die Gelehr- ten den Kopf zerbrechen, und doch nichts als Muthmassungcn angeben können. Platte DD. Und F-E. Diese beyden Platten gehören zu dem Triumph des Kaisers Titus, und sind bereits im funften Bande pag. It. als dies. und 6te Platte beschrieben. Platte FF. und GG. Auch diese beyden Platten sind schon im fünften Bande pag. 33. 36. unter der 78. und 79. Platte beschrieben. Diese Vier Platten waren in der ersten Ausgabe die- ser Werke der Jkonologie bet)gefügt. Man läßt sie also in der vom Sandrart beliebten Ordnung; weil man glaubt, es werde den Liebhabern eher gefallen eine Sache doppelt zu erhalten, als sie an einem Orte zu vermißen, wo sie solche, als Kenner der ersten Sandrartischen Werke mit Recht zu suchen hatten. Platte