Federzeid)nung von .Fedor Flinzer in Leipzig - Fa:-bige Reptoduktionen: August Koth (Wien), Herbst. Vincenzo Migliaro (Neapel), Porta Capuana. Giuseppe Ciat-di (Venedig)- Lacbender srül)ling. sried1-ich sehr (Kakls- rul)e), 8eldwacht. Jol)n Mai:-head (London), St. It-es, Huntingdon. Karl Spixzweg Ein Solo. um ,,Bewundert viel und viel gescholten", vielleicht aber doch mehr gescholten worden sind die Kunstvereine im Lauf der bald neunzig Jahre, die sie in Deutschland bestehen, und in denen sie einen so großen Anteil an der Verbreitung von Kunstintei-esse und Kunstpflege gehabt haben. Sie sind eine Deutschland eigentümliche Einrichtung. In srankreich ist vor ungefähr fünfzehn Jahren eine societe8 popu1ai1-e des Beaux-ans ins Leben gerufen worden von einem Komitee, das die bekanntesten Künstler von Carolus Duran bis Rodin, Kunst- schriftsteller und an der Spige zwei Abgeordnete und ehemalige Minister, Ldon Bourgeois und Poincar6, umfaßte. Gegen fünf sranken Iahresbeitrag verteilt der Verein jährlich ein Kunstblatt an seine Mitglieder und veranstaltet daneben eine L-otterie von Kunstwerkes. Zweck des Vereins ist, auf der einen Seite ,,die Künstler durch Ankäufe und B-estelIungen zu ermutigen", auf der anderm Seite ,,Sinn für die Kunst zu verbreiten durch Verteilung von Kunstwerken und durch geeignete Vorlesungen im ganzen L-and". Daneben bestehen in einzelnen Provinzen Vereinigungen von Kunitfreunden, die in Zwischenräumen von zwei oder drei Jahren Ausstel1ungen veranstalten, die mit Lotterien verbunden sind. Man sagt, daß diese letztgenannten Bemühungen keinen großen Erfolg haben, weil sie unter der erdrückenden Wett-