Die Offenbarung Johannis. 47 ein gewaltig groß Ding, schon in der Hand. Er wird das Loch schließen, und die Erde hat Ruh auf tausend Jahr von 15oo an gerechnet. 4. Wo immer der Germane kolonisierend hinkommt, da bringt er Zucht und Ordnung selbst in das verwildertsie Land. Das gilt auch für die Bereiche des Geistes. Das biblische Buch, in-dem der junge Dürer sich niederließ, -ist solch ein ver- wildertes Gebiet mit poInischer Wirtschaft. Aber der ord- nende Sinn des Deutschen ist fertig geworden mit den anarchischen 8usiänden dort. Vergleichen wir dem Buch die Bilderfolge, so ist der Eindruck der einer stärksten Läuterung und Klärung. Das macht sich bemerkbar schon in der Form, der äußeren Art der Schilderung. Bei Johannes treiben wir haltlos durch ein Meer der Schrecken, immer wieder von neuen Wogen überspiilt. Nur vor den flaäernden Blicken Eines, den das Entsetzen irr gemacht hat, konnten die Ge- sichte so sich iibersiürzen. Wohl hat auch Dürer das Grausen gespürt, aber es hat ihn nicht geworfen. Mit dem fes? zu- packenden Blick des nordischen Menschen durchdringt er das Wirrsal, und vor diesem Blick, der siandhält, muß das Chaos sich ordnen. Dürers Kulturarbeit in seinem Anbaugebiet bleibt nicht stehen bei der Form. Der ganze Geist der Offenbarung ist durch ihn ein anderer geworden. Die Vorstellung eines fast hosfnungslosen Unterganges wandelt sich ihm in die Verkündung einer Erneuerung. Er hält aus in Zuversicht, auch wo es ihn am furchtbarsien umbrandet. Die Gottheit droben wankt nicht. Bei Johannes hat es Augenblicke, wo es auch-sie mitreißen will im allgemeinen Mals"trom. Niemals bei Dürer. Der Thronende bleibt unberührt. Himmelan