scheel blickenden Kind steckt vielleicht der Kern eines VerbrecherS. Heute lachen und schwatzen sie in den Straßen, die sie vielleicht einst in einem Ausstand mit ihrem Blut beneZen werden. Heute noch unbedeutend und unschuldig, morgen glorreich und gefährlichl 19s Unter ihnen habe ich, auf eine vorzeitige Offens barung hoffend, den Künstler gesucht, aber die unbei kannte Sphinx de: Zukunft blieb stumm. Die Biographen der berühmten Männer haben mit jenen Untersuchungsrichtern eine gewisse Ahnlichkeit, die keine Ruhe finden, bis sie nicht bewiesen haben, daß der Angeklagte als Kind einen Apfel oder ein Stück Brot gestohlen hat. So wollen die Biographen um jeden Preis herausfinden, daß ein berühmter Mann in feinen Kinderjahren irgend einen Beweis staUnenss werter Frühreife geliefert habe, und wenn dieses staunenswürdige Beispiel fehlt, wird es kurzweg erfunden. Giotto soll als Hirtenknabe von Cimabue in dem Augenblicke überrascht worden sein, als er auf einer Platte mit einem Stein ein Lamm zeichnete. Masaccio malt in seinen ersten Jahren wunders bare Figuren Cdie niemand gesehen hatD in S. Giovanni Valdarno. Taddeo Zuccaro erweckt mit zehn Jahren in seinem Vater den Glauben, einen großen Kiinftler erzeugt zu haben. sFilippino Lippi, perugino, Montorsoli und andere bringen in ihren Kinderjahren große Kunstwerke hervor. 57