Die lo1nbardisch: :romanische Baukunst. 159 Unter den gewölbten Bafiliken steht die Kirche S. Michele in Pavia voran, deren innerer und äußerer Aufbau sich eng an das System von Ambrogio in Mailand anschließt, vor der sie das Querschiff voraus hat. Der Hauptban gehört der zweiten Hälfte des elften, die Schauseite der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts an. Von den wichtigsten übrigen mit Kreuz: gewölben bedeckten romanisehen Kirchen Oberitaliens gehören nach Dehios Einteilung auch die reidhgegliederten, alle Reize des lombardifch:romanischen Stiles entfaltenden Kathedralen ; T. .s. ; I k,. E ,,Mk3,SkHz V. H , ,d ; Ä .sO,J F . L : V T. : Y HEXE Z T Die Ostseite der Kathodrale Von Par1na. Nach Photographie von FmtcllihAli11ari in fsIO7:C11zs von Modena, Parma, Piacenza, Cremona nnd Borgo S. Donnino zu den Kirchen mit Emporen über den Seitenschiffen. Unter den Basiliken mit niedrigen Seitenschiffen ohne E1nporen folgen Kirchen wie der Dom und S. Savino zu Piacenza, die Klosterkir6he von Chiaravalle bei Mailand und S. Pietro e Paolo in Bologna dem System des durch quadra: tische Einteilung gebundenen Grundrisses, wogegen so wirkungsvolle Kirchen wie S. Pietro in Cielo dlOro zu Pavia und der Dom zu Trient, an dessen Außenseiten die stillosen ,,Knoteu: säulenH ausfallen, sich eine freiere Grundrißbildung gestatten. Zu den eingiebeligen Vorder: seiten, deren Zwerggalerieen mit der Giebelschräge auf: und absteigen, gehören die der Kirchen S. Michele und S. Pietro zu Panier, der Kathedralen von Parma und Piacenza. Besonders reich mit Säulengalerieen verzierte Chorseiten haben die Dome von Modena, von Parma lAbb. oben; und Murano CS. 135J, Über dem reichsten Grundriß erhebt sich die Kathedrale