156 s1 Schelling und Kant; ich bin hier ein bloßer Supples mentarius; wenn die anderen Fächer gut beseZt sind, so kann die Akademie nur davon und nicht von mir Nutzen haben. Mir wäre es hingegen weit nüZlicher und an: genehmer, wenn ich in Weimar leben könnte, und nur so viel hätte, daß ich den ersten Bedürfnissen abhelfen könnte. . . . U Am 26. Februar war Fernow noch immer ohne ent: scheidende Nachricht: ,,Es ist doch wohl noch nicht alle Aussicht für die Realisierung meines Wunsches abgeschnitten2 Wir wollen sehen, ob die Fürsprache so vieler Gönner und Freunde etwas helfen wird. Glauben Sie nicht, daß es, da Goethe nächstens nach Jena herüberkommt, besser sein würde, ich lasse es ansiehen, bis er hier ist2 Denn jetzt glaube ich, nachdem ich ihm bereits davon gesagt und nun auch Herr von Einsiedel deshalb mit ihm ge: sprochen hat, daß jedes weitere Anpochen bei ihm mehr schaden als nützen möchte, wenn es nicht einmal ganz wie unabsichtlich bei einer guten Gelegenheit geschieht. Wenn er nichts gegen meine Hinüberkunst hat, so wie es wir damals schien, so tut er gewiß zu seiner Zeit, was er kann. . XI Damals beschäftigte sich Femow eifrig mit seiner ,,Racc01ta di autori olassici italianiH, eitler Neuausgabe der Werke Tassos, Dankes, Ariosts und Petrarcas, indem er die klassischen italienischen Diä;tungen mit den zum vollen Verständnis erforderlichen Noten versah. Es war eine Riesenarbeit, die Femow hiermit auf sich ge: nommen. Er trat deswegen mit vielen namhaften Buch: händlerfirmen in Verbindung und erbat sich dazu Böt: tigers Vermittlung. Diesem legte er seinen Plan offen dar: Ich bin jeZt mit dem akademischen Buchhändler wegen der Besorgung einer kleinen Handausgabe der