Die 6iandbilder Alexanders und Wilhelms Voll I5umboldt Vor der Es Universität zu Berlin. Mai 1883. ,Tk in Porträt hat das Bild eines Mannes zu geben, C wie er in der Erinnerung der Mitlebenden sich ge: . staltet, eine Statue ihn darzustellen, wie er in der Es Phantasie der Nachwelt gleichsam auferstehen und fortleben soll. Bei einem Porträt dürfen wir darauf achten, daß nichts ausgelassen werde, dessen Abwesenheit beim Ver: gleiche mit dem Originale sich als ein Minus konstatieren ließe; bei Statuen aber, die nur als die körperliche Hülle der geistigen Kraft eines Mannes dastehen, darf der Künstler uns nicht mit individuellen Zufälligkeiten behelligen. Wie unniitze Schriftschnörkel würden sie nur Raum einnehmen, ohne den Inhalt zu erhöhen. Statuen haben nichts zu tun mit den Launen der Natur. Ich erstaunte, an einer der kolossalen Bild: säulen, die das dankbare Jtalien Cavour errichtet hat und die :iese;B selbst in flidxalerdGestalt zu seiEen Füßen erscheinen läßt, 1e arze zu in en, ie der raf avour einst zwischen Kinn und Wange gezeigt haben muß. Ein erzenes Bildnis, das in 3Jl;ermensglicl;er Größe Jtalie; zu sagen hat, daß es diesem anne inheit und neues eben verdanke, hat nur so viel persönliche Ähnlichkeit zu wahren, als unentbehrlich ist, um die große; Linien der Gestalt zu schaffen, in der Cavour ins Herz es olkes eingeprägt werden muß. Je weiter wir uns von einem solchen Manne entfernen, um so einfacher wird fein Umriß. Es scheint, als wirke Alexander von Humboldts Perss3n: lichkeit auch jetzt, fast 25 Jahre nach seinem Tode, noch so durchdringend, daß die Erinnerung an ihn, wie er unter uns