UPdBdd3d87 O XII O Z O VII EEs Z O O O O s CCC848C DE Tizian habe mit Blumensaft ein Marienbild an eine Wand des elterlichen Hauses gemalt und durch den Farbenreiz dieses Werkes alle Verwandten und Bekannten in Erstaunen gesetzt, mag man denken, was man will. Jedenfalls er: hielt Tizian in Venedig schon früh Unterric;t in der Malerei. Und daß Gre: gorio entgegen den Familieniiberlieferungen in die Wahl eines solchen Berufes einwilIigte, beweist, daß der Gesichtskreis dieser Patrizier eines AIpenstädtchens nicht eng war. Allerdings galt damals in Italien die Malerei schon längst nicht mehr, wie es in Deutschland noch der Fall war, als ein Handwerk. Die Nachrichten über Tizians Lehrjahre sind sehr dürftig. Es heißt, er habe seinen ersten Unterricht bei einem Mosaikarbeiter namens Sebastian Zuccato be: Abb. Jacopo Pefaro wird durch Papst Alexander VI dem Schuhe des heiligen Petrus empfohlen. Im Museum zu Antwerpen. LZu Seite 6.J kommen und sei von diesem dem Giovan Bellini zur weiteren Ausbildung über: geben worden; später habe er sich den Giorgione zum Vorbild genommen. Der Altmeister Giovan BelIini, der Lehrer vieler vortrefflicher Künstler, war der eigentliche Begründer der besonderen venezianischen Malerei mit ihrer gesunden Kraft und Schönheit und ihrer herzerfreuenden Farbenpracht. Auch Giorgio BarbarelIi, der unter der Benennung, die ihm seine Freunde gaben, Giorgione Cder lange GeorgJ der Nachwelt bekannt geworden ist, war sein Schüler. Gior: gione war Tizians Altersgenosse. Er war ein ausgezeichneter Künstler und ein Maler von allererstem Range. Er fühlte in Farben. Sein im Louvre befind: liches Gemälde zum Beispiel, das mit dem Titel ,,Konzert im FreienE bezeichnet zu werden pflegt, ist eins der vollkommensten malerischen Kunstwerke, die es gibt. Deutschland besitzt ein trefsliches Werk von ihm in dem 1891 für das Kaiser: