4 I22 Tafel 92. Johann Graf von Wertheim, genannt mit dem Barte gezeichnet vom Herausgeber nach seinem Grab- denkmal in der Stiftskirche zu Wertheim, welche er selbst ge- gründet hat. Daselbst befindet lich dieser Grabstein im Chor erhöht in der Wand; nicht weit davon sieht man von ihm ein zweites prächtiges Denkmal, auf welchem er in der Mitte seiner beiden Frauen steht. Wir werden auch dieses bald in unserem Werke folgen lassen. Dieser Ritter ist in der Familie der Grafen von Wertheim einer der wichtigsten. Man sehe über ihn die ausfiihrliche Geschichte der Grasen von Wertheim von Dr. Joseph AsObach. Jedoch den darin befindlichen Abbildungen fehlt alle Genauigkeit. Das Denkmal ist von grauem Sand- stein, und war nie bemalt. Es gehört zu den ausgesührtesten und vollendetsten seiner Zeit. Der Ritter trägt die Helmzierde der Grafen von Wertheim nicht nur, wie gewöhnlich- auf dem Stechhelm, sondern auch auf der Kesselhaube; aus letzterer konnte sie vor dem Ueberziehen des Stechhelms abgenommen werden. Aus den Armlöchern der schon ziemlich ausgebildeten BrulYPlatte kommen die langen vielfach ausgezackten herabhängenden AeVMeI hervor. Unter der Hüfte trägt er noch den ritterlichen Gürtel- welcher bald nach dieser Zeit verschwindet. Die hier VVVk0MMeUdeU Schilde sind unten rund, während sie kurz vorher Noth VUWhaus dreieckig waren. Die Fahne, welche er in der Hand hält- so wie jene auf den Helm- zierden ist gesteift und hat am oberen Theile ein fliegendes Band als Verlängerung. Von ähUlÜhE1" Art sind fast alle Fahnen des XV. Jahrhunderts. Die Jnschrift heißt: Änn0 D0miI1i l407 in vigilin sancti .Iohannis b-1ptistae 0biit Johannes (:0tnes in Wertheim, cujus anima kequiescat in PMB- 11 .kz1- 1