Epoche der Mcrovinger bis auf -Karl den Großen. Die Männer trugen einen Bart und lang fliegende Haare. 2ldon und Siegebert erzählen, daß Clodio, Sohn des Phara- n1und, der erste König gewesen, der lange Haare getragen; es sei dieses unter den Germanen ein Zeichen edlen Stammes, da man den Sclaven die Haare schor. Die Kleidung zur Haus- tracht bestand aus einer langen .Tunika, die durch einen ver- zierten Gürtel gehalten wurde; beim 2lusgehen trug man darüber einen langen, auf der rechten Schulter durch einen Knopf oder mit einer Spange befestigten Mantel. Das kriege:-ische Kleid (sagum, say0t1) war kurz nnd enge. Der darüber getragene- Mantel, in der Art der griechischen Chlamys, wurde gleichfalls auf der rechten Schulter. befestigt. Die gleichzeitige Statue Klodwigs I. vor dem Portal der Frauenkirrhe zu Corbeil zeigt folgende Tracht der merovingischen Könige: Er trägt einen kurzen Bart und langes Haar, auf dem, Kopf einen goldenen Reif mit Edelsteinen und Perlen besetzt. Die Tunika ist weit und reicht bis auf die Füße, die Aermel sind lang und weit. Der Mantel, an den Rändern gestiekt und mit Steinen besetzt, ist völlig nach römischen Weise und auf der rechten Schulter befestigt. Die Schuhe sind verziert. In der Rechten hält er einen Zepter, der in eine reiche Blüthenknospe endigt. Nach Gregor von Tours ließ Kaiser Anastasius dem König Klodwig durch seinen Gesandten in der Stadt Tours ein mit Edelsteinen reich verziertes Diadem und einen mit Stickereien geschmüekten Purpur-Mantel überreichen. Klodwig empfing diese Jnsignien königlicher Würde mit Freuden, und nachdem er sie angelegt und zu Pferd gestiegen war, erhielt er den Beifallruf