Tl1ur0idea. Gurt-cenIierne. Klasse der CBnrkenIierne oder -Zeegurken (Thuroidea oder H010tl1uria). Die Seegurken (auch Gurkenfterne oder Seewalzen genannt, Holothnrien oder Thuroideen) sind unter den fünf lebenden Klassen der Sterntiere diejenigen, welche der gemeinsamen Stammgruppe des ganzen Echinodermenstammes (den Amphorideen oder Urnensternen) am nächsten stehen; sie besitzen gleich diesen nur ein Paar Gefchleck)tsdriise11, während die übrigen vier lebenden Klassen deren fünf Paar tragen. Auch äußerlich tritt der charakteristische fünfstrahlige Bau des EchinodermenkörpersJ bei den Holothurien weniger hervor; sie haben mehr Ähnlichkeit mit einer Schlange oder einem Wurme; andere gleichen mehr einer Walze oder Gurke. Der Körper ist langgestreckt, sehr muskulös, daher starker Zusammenziehung und Ausdehnung fähig. Zahlreiche bewegliche F1"1ßchen treten aus der Haut hervor, bald regelmäßig in fünf bandförmige Längsreihen gestellt, bald unregelmäßig über die ganze Oberfläche zerstreut (Fig. 1 und 2). Am hinteren Ende des langgestreckten Körpers liegt der After, am vorderen Ende der Mund, umgeben von einem Kranze von Tentakeln. Diese Fühler oder Fangarme sind bald baumförmig verästelt (Fig. 1)- bald schildförmig (Fig. 2). Jn der derben, lederartigen Haut der Holothurien find Massen von mikro- skopischen Kalkkörperchen zerstreut, die eine sehr zierliche und mannigfaltige Form befihen (Fig. 8-22). Aus den Eiern der Seegurken entwickeln sich nicht direkt die fünfstrahligen Tiere, sondern zweiseitig gebaut-I Larven (Aurikularien, Fig. Z und 4); diese verwandeln sich erst durch eine sehr merkwürdige Metamor- phose in die erwachsene, geschlechtsreife Thuroidee (Fig. 5 und 6). Fig. 1. ur11a (Go-nhe). Fig. 2. Sp0ra(1ipus 1)0te1luS (Sezenlia). 1Jegion der 5trahlengurlXen (Actin0poda); Region der 5krahlengurlien (Aetin0p0(1H-)5 Ordnung der Baumfijhler (Dendr0c11irota). Ordnung der 5rhildfühler (Aspic10chir0ta). Der gekrümmte, walzenförmige Körper dieser Der gekrümmte, schlangenförmige Körper dieser Seegurke ist mit zahlreichen kegelförmigen Füßchen Seegurke ist gelb gefärbt, mit braunen, sternfötmigen bedeckt. Der Mund (oben) ist mit einem Kranze Flecken und warzenförmigen Füßchen bedeckt- DE? von zwanzig großen, baumförmig veräftelten Fühlern Mund ist oben mit einem Kranze von zehn bis fünf- umgeben, deren Gndästchen ein gezacktes Läppchen zehn einfachen Fühlern umgeben, die einen stern- tragen, ähnlich einem Eichenblatte. Fünf kleinere förmig eingeschnittenen Schild tragen. Diese Hold- Fühler sind in einem inneren Kranz geordnet, fünf- thurie ist hier so dargestellt- daß fis dE1I KDVPCV der zehn größere in einem äußeren Kranz. vorigen Art gleich einer Sc)lMIgE UIUWiUdEk- L,