. . A(3t1n1ae. Heeanemvnen. -5kamm der II-2esselkiere (Cnida1-ia); Klasse der Korallen (Ant-11ozoa-); 1Legion der -5kernkorallen (Z0a.ntharia);- Ordnung der serhgiIIrahligen 5kernkoralIen (Hexa- coral1a); U-lnkernrdnung der -5eeanemonen oder ZHleisrhknrallen (Actjniae, Actinia1-ia). Die Seeanemonen oder Fleischkorallen unterscheiden sich von den übrigen S-ternkorallen durch die gänzliche Abwesenheit der inneren Kalkablagerungen, die bei diesen ein feftes Skelett bilden (vgl. Tafel 9, Hexakorallen; Tafel 29, Tetrakorallen). Der ganze Körper der Korallenperson, die bei den Aktinien fast immer isoliert lebt, sehr selten Stöcke bildet, ist weich, muskulös, in hohem Grade fähig, sich aus-zudehnen und zusammenzuziehen, dabei die Gestalt vielfach zu verändern (vgl. Fig. la, 1b Und 7, 12a und 12b). Die meisten Seeanemonen find nicht am Boden des Meeres feftgeioachsen, wie die Mehrzahl der übrigen Korallen, sondern nur mit der Fußscheibe angesaugt; sie können daher ihren Ort langsam verändern. Der cylindrische Körper, dessen breitere Basis diese Fußscheibe bildet, kann lang ausgedehnt (Fig. Z und 12b) und stark eingeschnürt werden (Fig. 9 und 12a). Den oberen Teil der Säule bildet die sehr bewegliche Mundscheibe, in deren Mitte die Mundöffnung liegt; diese führt in ein muskulöses Schlundrohr, das sich unten in den eigentlichen Magen öffnet. Trotz ihrer zarten Blumenform und sek)eknbUre1i Vescheidenheit sind die weichen Aktinien gefrässige Raubtiere, die Fleisch und andere dar- gebotene Nahrung begierig mit den Tentakeln ergreifen, in den Mund führen und leicht verdauen. Dabei sind die Tentakeln, die meistens in großer Zahl den Rand der Mundscheibe zieren, nicht nur als empfin- dende Fühler- sondern Mc) als kräftige Fangarme tk)("7itig- Die Beobachtung dieser Bewegungen der blumen- ähnlichen Aktinien ist nicht minder anziehend als die Betrachtung der zierlichen Formen und prächtigeii Farben, mit denen sie gescl)m1"ickt sind; sie gehören daher zu den bevorzugten Licblingen der Befucher unserer modernen Aq1.iarien. Fig. 1. HeliaCtis bellis (TliomzJ8on). Fig. 3. AjptaSia 00110l1ii (Go8.s-e)- Fig- las- Ansicht V0n Oben- mit dem Strahlen- Die langen Fangarme befinden sich in lebhafter, kranz der ausgebreiteten Fangarme; der O-uerspalt schlangenförmiger Bewegung. in der Mitte it der Mund. Die dar ter te ende Figur .1h zeigt dasselbe Tier in deeu?uusiihthvou Fig 4" oYHSm' 1mpaInenS der Seite, mit zusammengezogenen Tentakeln. Der Körper ist an Her Z3as1,"3 aUfgemebeJIs f3egc.n den Mund zweimal ringförmig eingeschnuit, die Fig. 2. Mesaema-en stell-its:i (-4mZs-es). Tmtakeln sind zusammengezogen, Von den 36 Fangarmen dieser Art sind die P neun inneren über dem Munde (rechts unten) zu- Fig- Z- B1m0des thanm" samniengelegt, die 27 übrigen in sieben Bündel ver- Der k)(IkbkUgekkge Körper Und die Fangarme teilt und nach außen zurückgefchlagen. find stark zusammengezogen. -I