I-?olxr1iralzli1cge. 1;IaUD Die Phaodarien oder Cannop1)leen bilden eine besondere Hauptgruppe (Legion) in der Klasse der Radiolarien oder Strahlinge. Der ganze Körper dieser marinen Protozoen besteht aus einer ein- fachen Zelle. Der lebendige Weichkörper derselben hat gewöhnlich eine sehr einfache Gestalt (kugelig, kiUfeUfö1"UIkg- kSgEkförMkg- eiförmig u. s. er besteht, wie bei allen Radiolarien, aus zwei verschiedenen Hauptteilen, die durch eine dünne, feste Haut getrennt sind. Der innere Teil, die Zentralkapsel, um- schließt den rundlichen Zellkern; der äußere Teil, das Calymma, bildet eine Gall-3rth1"ille um den ersteren und wird von den zahlreichen, von diesem aus-strahlenden Scheins1"ißchen oder Pseudopodien durchbrechen (hier nicht dargestellt). Die verkieselte harte Schale, welche von den letzteren an der Oberfläche des Caly1n1na am-geschieden wird, besitzt eine sehr nianniafaltige und zierliche Gestalt. Die meisten Phän- darien sind Bewohner der Tiefsee, von sehr geringer Größe. Tafel 1 stellt Vertreter von drei verschiedenen Familien der Phäodarien dar: Fig. 1-3 Cir- coporiden, Fig. 4 und 5 Medusettiden, Fig. 6 eine C-hallengeride. Fig. l. Gjr(30g"0nia- i(JOSahe(ira. (licieelceZ). vielseitiger! geometrischen Körpers, dessen Ecken sämt- I L-'rlamilie der (1J;ircoporiden. lich in eine Kugelfläche fallen. Die gleichen drei- Die Schale hat 0,7 mm Durchmesser iind die eckigen Flächen (32-40) find vertieft und durch Form eines regulären Jkosaeders; sie ist begrenzt erhabene Leisten getrennt. Aus den (24-30) pyra- von zwanzig gleichen dreieckigen Flächen, auf denen midalen Ecken erheben sich hohle Radialstacheln init sich zierliche, netz,förmig verbundene Leisten erheben. gedrehten Kanten, besetzt mit Kieselwimpern; die Eine von diesen Grenzflächen (in der Mitte) zeigt Basis jedes Stachels ist von fünf bis sechs Poren eine größere Osfnung, mit sechs Zähnen bewaffnet. umgeben, seine äußere Spitze von fünf bis sechs Von den zwölf Ecken des geometrisch regelmäßigen Stacheln. Jn der Mitte der Figur ist die größere, Körpers gehen zwölf hohle ftrahlige Stacheln ab, von acht bis zwölf Zähnen umgebene Mündung der die an der Basis von einem Porenkranz umgeben Schale sichtbar. ist MI;1m-If Z Fig la die Man: Je-mi1i-: der (xiirxopokidekk. Die k1igelige Schale, von 0,4 mm Durchmesser, dung der Schale, welche in der Mitte von Fig. l fichtbar ist stärker vergrößert. ist durch eigentuniliche porzellanartige Beschaffenheit , ausgezeichnet, mit runden Grübchen bedeckt und von Fig. 2. (J01"0niI-1"iuS ("liciecleel). zahlreichen (80-40) Porenkränzen dnrchbrochen; 3TAMkIk2 VIII EkVWPVVkD2U- gewöhnlich zeigt jeder Kranz fünf Poren (Fig. 3a). Die Schale hat 0,5 mm Durchmesser und die Aus der Mitte jedes Kranzes erhebt sich ein starker F0rm eines endosphärischen Polyeders; d. h. eines radialer Hauptstachel. Außerdem ist die ganze