so recht zur Aufnahme einer großen Zahl von Kirchgängern für den Predigtgottesdienst geeignet; im ersteren Falle treten die anfänglich befürchtetin Schwierigkeiten in Be- nutzung des Mittelganges tatsächlich zurück gegenüber der billigen Ausführung, da bei hallenför1nigem Querfchnitt durch Einschränkung der Spannweite an Kosten für das Widerlagsmanerwerk und für Raumhöhe erheblich gespart wird. Bei dreischiffiger An- lage wird man bei PlaHmangel das Mittelschiff voll zu Sitz,plät;,en ausnutzen und die Gänge in die Seitenfchiffe, unmittelbar an die Pfeiler verlegen, wobei die Bänke in den Nebenschiffen parallel mit den Langwänden aufzustellen sind. Bei dieser Anordnung bildet die Rücklehne der letzten Bank zugleich eine Wandvertäfelung, so daß die Kirchen- besucher mit dem Mauerwerk nicht unmittelbar in Berührung kommen. Ublicherweise wird die Orgel gern auf der Weste1npore untergebracht. Das Mittelalter stellte oder hing seine meist kleinen Orgeln, wie in der Nikolaikirche in Stralsund nnd in der Marienkirche in Thorn, auch an anderen Stellen auf, weniger schematisch, z. B. in den Krenzflügeln. Jm Dome in Naun1burg an der Saale steht das neuere Orgelwerk verteilt in den beiden Türmen zu Seiten des Westlettners; dieser selbst ist zur Aufstellung des Spieltisches benuHt. J1n Dome in Trier stehen jeHt zwei Orgeln parallel der Längsachse an den Wänden des Ostchores. Wo ein großes West- fenster vorhanden ist, haben namentlich die Baroikmeister das Gehäuse gern zweigeteilt, um das Fenster herumgruppiert, und dann gern ein Vorgehüuse in der Mitte der Orgelbühne vorgeschoben, hinter welchem der Musikdirigent versteckt seinen Platz, erhielt, eine infolge der so erzielten Rau1ngliederung 1nalerisch meist sehr wirkungsvolle Anlage. Die Türen sollen bei Neubauten wegen der Sicherheit der Kirchenbesucher bei etwaiger Feuersbrunst nach außen aufschlagen. Das ist mit monumentaler Gestaltung schwer vereinbar, da die Leibnngen durch die aufstehenden Türflügel Verdeckt werden. Auch ist dadurch, da zur Gewinnung eines Falzes eine notgedrungen über die Stein- wandung vortretende Zarge eingelegt werden muß, und da ferner durch die vortretenden Beschlagteile, an denen Kleidungsstücke im Gedränge leicht haften bleiben, eine unbeab-