2(j3 schen Gedicht Hartmann7s von Aue von1 armen Heinrich begegnen, wurde jene furchtbare Krankheit nur durch das Blut unschuldiger reiner Kinder geheilt HE). Natürlich werden in der Dichtung von A1nicus und A1nelius zur Belohnung der Freundes-treue von Gott die geopferten Kinder wieder belebt, wie dies auch in unserm Mär- chen geschieht. Durch die Opfer-uug der Kinder ist das Märchen ebenso wie die Dichtung von Amicus nnd Au1eliuI zu einer Ver- herrlichnng gegenseitiger höchster Treue und Aufopferung ge- worden, während die indischen Grundlagen unr einseitig die opfer- bereite Treue des einen Freundes oder des- Dieners schildern, nnd hier hätten wir einen von den vielen Fällen, in denen unsere Volks- märchen keineswegs als Entstellung und Verschlechterung, sondern als Erweiterung und Vertiefung der indischen Grundlage er- scheinen. V) VII- Des! Aufsatz von Selig Casfel ,,Zum armen Heinrich Hartmann7s von Aue" im Wei- marischen Jahrb-ich l, 408 ff.