Elisabeth Von ThiMngen. Sie sah sich auf den Knieen liegen An der für sie so heil"gen Stätte, Das Haupt ans- kalte Gitter schmiegen In heißem, brünstigem Gebete. Sie sah sieh wieder in dem Kreis-" Der stolzen, sunkelnden Magnaten, Beschämt von all, dem Lob, und Preis7, Mit dem sie ihr entgegentraten. Doch sah von Neuem sie erfreut, Wie jene Trotz"gen es bezeugten, Das; sie vor Ludwigs Herrlichkeit Doch unverhohlen tief sich beugten. Und wieder taucht" in ihr empor Der wandernden Zigeuner Chor, All" die Gestalten wild und kühn, Mit ihrer Augen dunklem Gliih"n, Und wieder klangen ihr im Ohr Die wunderbaren Melodien Die bald, sich ""ji1belnd aufwärts- schwangen, Und bald in7s- Herz wie Klagen drangen, Bald fliisterten, wie süßes Kosen, Bald dröhuten, gleich wie Sturmestosen! Und wieder schaute sie da weckte Sie aus dem Sinnen nah"nder Tritt. ,,Verzeiht, wenn Euch mein Kommen schreckte! Was hemmte, Herrin, Euren Schritt? O sagt mir, was Euch widersteht! " Nichts, Jutta! Weilt ich dir zu lang? Ward dir um mich, du Gute, bang? Ich dacht" entschwnnd"ner Zeiten nur! Doch nun laß uns nicht länger säumen: Ein reiches Tagwerk harrt ja mein, Das, wenn mit Gott, es soll gedeih"n, Mir nicht gestattet, süß zu träumen! Mich straft zur Stunde schon genug Das Wort des Herrn: ,,Wer an den Pflug