Giovanni Battista Tiepolo. 17 hier aber freilich und unter den Einschrän: d"Alviano über die Deutschen behandelt kungen, welche einer virtuosen Verfallkuust und von A. Zucchi in einem mir nicht entgegenzusetz,en sind, ist Tiepolo als Aus- zugänglich gewesenen Stich wiedergegeben druc seiner Zeit eine so fesselude und i1n sein soll. Da der Stecher 1740 starb, Rahmen der Kunst des vorigen Jahrhun: muß das Werk in diesem Jahre spätestens d-erts so wichtige Erscheinung, daß sie ohne abgeschlossen gewesen sein. 11berschät;,ung die vollste Aufmerksamkeit Das früheste sicher datierte Werk und verdient. zugleich eine der Hauptschöpfungen von Aus dem Tiepo1owerk der frühesten Zeit Tiepolos ruheloser Hand ist der große tauchen als erste Strahlen des Genies Freskeneyklus in der Villa Va11narana bei einige Pro hetengestalteu in der Spital- Vicenza, der nach einer von Mol1nenti in kirche dellapPietä. auf, wird auch im Zu- einer der Karnevalsscenen entdeckten Jahres- sam1uenhang mit einem ersten großen Er- zahl 1737 entstanden ist. Tiepolo war folg ein ,,Durchzug der Kinder JsraeIs bereits 41 Jahr alt, als er dies Werk durch das Rote Meer" genannt, der in- schuf, 11nd sein zehnjähriger Sohn Dome- dessen verschollen ist und eines Tages viel- nico war außer dem Gehilfen Girolamo leicht wieder zum Vorschein kommt, nach: Colonna bereits als Schüler dabei thätig. dem Tiepolo neuerdings in eine gewisse Aber es ist ein so jugendlicher Reiz darin Mode gelangt ist und seine vor wenigen spi"1rbar, und Tiepolo erscheint darin in so Jahrzehnten noch fast preislosen Staffelei: liebenswürdiger Kü11stlergegtal5h, ldk?)ß t1nan werke llnsu1n1nen er ielen, was auf ,,Ent- dies Werk ohne allezu gro e Xü)n ei mit giziustig einzuwirken pflegt. Veroneses Malereien in der Villa Barbaro Sonst ist fast nichts der Zeit zwischen 1712 und , 1737 mit Sicherheit zu- z1IschreibeI1; es ist geradezu fTT"1bIEifs UND Als Knabe in den ersten fiinfundzwan- schließlich Handwerksarbeit und so wenig Kunst her- . vorgebracht haben sollte, ; " daß nichts davon überliefert ist. Da er von Haus aus wohlhabend war und nicht , Rätsel, das der Aufklärung "H bedarf und sie wohl noch eines Tages finden wird. Bekannt ist nur im all- gemeinen, daß Tiepolo in IF z. Kirchen und Palästen Be- H nedigs wie des Festlandes ..zjE-Es i-X ; nahebei und der Lombardei H. weiterhin geschaffen hat. Zu den Frühwerken muß auch ein mir uubekanntes - Deckenbild im Großen I Ratssaal des Dogenpalastes gel)ören, das del! Sieg is. Rinardos aus dem Am-stcyk1us. von G1org1o Cornaro und Vicenz:-, Viaa Var-ways. Meißner, Tiepolo. 2