Ich muss heute abend über gewisse Dinge mit Ihnen sprechen, auf die ich durch die Srfahrung in meinem eigenen Handwerk aufs merksam geworden bin und die eine Erst Regeln oder Grundsätze in mir haben ents stehen lassen, die idD in der Praxis befolge. Jeder, der lange einem Handwerk obgelegen hat, wird auf solche Regeln hingesiihrt und kann nicht umhin, sie selbst zu befolgen, und darauf zu bestehen, dass sie seine Schüler oder JIrbeiter praktisch durchführen, wenn er irgendwie ein Meister ist; und wenn diese Regeln oder, wenn sie wollen, Impulse zu gleicher Zeit viele Handwerker innerlich ers füllen und ihre Hand leiten, entsteht eine bestimmte Schule, und die Kunst, die sie vertritt, lebt sicherlich wenigstens, wie grob, mangelhaft und blöde sie auch sein mag; und je massgebender diese Regeln, je vers breiteter diese Impulse sind, desto lebenss kräftiger ist die Kunst, die sie hervorbringen; während in Zeiten, in denen sie bloss schwach und selten empfunden werden, in denen die Grundsätze des einen Handwerkers seinem Genossen abgeschmackt oder gewöhnlich vors kommen, die Kunst entweder krank ist oder schläft oder unter der grossen Masse der Menschen so spärlich verbreitet ist, dass sie auf das Leben im allgemeinen geringen oder keinen Sinfluss hat.