Fkcc11z Stark. 117 Studienkopf. Künstler bezeichnet werden kann, so be: deutet das ein Symptom, das jenen und diesen interessant sein muß, wie es uns höchst erfreulich ist. Er ist, christlich gesproOen, ein starker Verführer; wir drücken dasselbe anders aus und sagen: Er ist ein mächtiger Vor: schreiter ins Land Schönheit. ,,Das Helle vor ihm, Finsternis im Rücken.H Wir bedauern nur das eine: daß es für diese Kunst in unserer Zeit keine Ge: legenheit gibt, sich ans Allgemeine, ans Volk zu wenden. Daß in großen öffent: liessen Sam1nlnngen Stucksche Bilder hängen, bedeutet dafür nichts. Er wäre der ge: borene Künstler dafür, Raume, die dem öffent: lichen Vergnügen dienen, auszusch1nücken: Theater, Konzertsäle, Ku11sthallen. Aber es ist ja diese ganze Art Kunst heute noch eine große Unzeitgemäße, heute, wo die Kunst überhaupt noch nicht als deriFaktor des öffentlichen Lebens in ihre Rechte eingesetzt ist, der sie in allen großen Kunftepochen war. Indessen: sie beginnt sich durchzusehen, und die moderne dekorative Bewegung der Kunst ist auf dem richtigen Wege dazu, sich dem Leben aufzuzwingen. Es ist be: greiflich, daß sich Stuck, der sOon vor dieser Bewegung Ahnliches wollte, seht, wo er ganz Maler, geworden ist, nicht als Ruh: künstler etwa im Sinne van de Veldes be: thätigt. Seine Möbel, sein Buchschmuck und vor allem sein Haus beweisen, welch eine Kraft er auch auf diesem Gebiete ist, aber es ist kaum zu hoffen, daß er sich ihm je wieder zuwenden wird. Aber eines sollte er doch thun: Er sollte sich, wie Thoma, L. v. Hofcnann und andere, auch der Lithographie zuwenden, dieser n1oder11stcn graphischen Kunst, die es ermöglicht, far: bige Blätter von pcrsönlichstem künftlerischen Reize zu einem Preise herzustellen, der ihre Anschassung auch minder Bemittelten ncög: lich macht. Durch sie könnte die Kunst Stncks, wenn nicht die ganze, so doch ein guter Teil von ihr, dem erwacJenden künst: lerifchen Bedürfnisse derer dienstbar gemacht