Gefellschaftszin1mer Kaulbachs Haufe. lerischen Strö1nungen, die während dieser Zeit das Getriebe der deutschen Kunst be: herrscht haben, ist Kaulbach gefolgt, wenn sie seiner L11st und Neigung ents sprachen, er hat sich aber von keiner so sortreißen lassen, daß er die Herrschaft über sich selbst verlor. Seine Persönlichkeit war immer stark genug, sich zu be: haupten, und so ist er auch gelassenen Sinnes und sicheren Schrittes seine Straße gegangen, als die Wogen der modernen Kunstbewegung alle Wege und Stege über: fluteten. Ihm haben sie nichts angehabt. Nach der Mahnung des römischen Dichters hat er sich auch in schlimmen Fährnissen den Gleichmut bewahrt und im fest um: friedeten Gehege seiner Kunst des teuren Erbes gewaltet, das ihm und allen, die es zu achten wissen, die klassischen Meister hinterlassen haben. Eitteratur. Die oben S. 24 citierte Charakteristik Kauls bachs von F. Pecht ist in dem von Fr. Bodens stedt herausgegebenen Almanach Kunst und Leben Bd. I. S. VII und V11l CStuttgart o. J., zu Weihnachten 1878 erschienenJ enthalten. Ausführliche Eharakterbilder des Künstlers haben