der Ruhe und Bewegung CAbb. 95s100I. Aber er weiß auch Leben in unbewegtem, wie in den Pflanzen zu finden, von deren zarten Formen und durch den Raum sich biegenden und verklingenden Konturen tAbb. 101 u. 102I er sich gelegentlich ebenso gern fesseln läßt, wie von der menschlichen Gestalt. Und selbst für das eigentii1nliche und geheimnisvolle Leben in toten Körpern Jh1n ist der groß ve1:lausende Kontur gerade so gegeben, wie der kurze, nervösc Strich, jedes zu seiner Zeit; Stil und Natnrbeobachtung stehen sich bei ihm nicht als Extre1ne gegenüber, sondern die eine ist dem anderen n11tertan. Nach der Seite der Ausdrucksfähigkeit haben wir von Hofmann noch eine Steige: rang zu erwarten. Seine legten Studien: Kinder. Kreidezeichnung. nnd Linien ist sein Blick immer rege. Die Kahne vom Landwehrkanal CAbb. 103J dachte er gewiß nie in einer seiner Kompositionen zu verwerten; was ihn davor fefthielt, war nichts anderes, als was auch Menzel oder Liebermann dazu brächte, sie zu zeichnen: das Tote belebt sich im Auge des Künstlers und wird damit des Jnteresses wert. Es macht den Reiz dieser Blätter aus, daß ihm die Technik. zum gewünschten Ausdruck, im Augenblick des Wunsches selbst, zu Gebote steht. Derselbe Stift gibt ihm weich gleitenden, tonigen Schatten, wenn er sich Zeit zum Verweilen läßt, wie bei der Eva oder der Freilichtstudie tAbb. 104J und erlaubt ihm in präzisem Das Liebespaar im Walde, die Vor: bereitungen zu noch nicht ausgeführten Bildern wie die EvaCEinschaltbild S. 76J77J: und Fischer von Porto d7Anzio zeigen eine Reife der Kraft und eine Männlichkeit, gegen die frühere Werke jugendlich erscheinen. se Je X Liinger als es nach den kurzen Jahren berechtigt scheint, die Hofmann in Italien verlebtt hat, muß die Betrachtung seines Lebens nnd seiner Kunst bei dem ver: weilen, was er dortsgefunden undevon dort mitgebracht hat. Er war hinunters gegangen durchaus nicht als der, aus dein