Literatur. Da die �ltere Literatur �ber Leonardo bis zur Mitte der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts durch die neueren Forschungen �berholt worden ist, zitieren wir nur die leZteren, die als Grundlage f�r das obige Lebensbild gedient haben. Die erste kritisch gesichtete Charakteristik des Meisters, die auch heute noch von Wert ist, hat Carl Brun in Dohmes ,,Kunst und K�nstlern des Mittelalters und der Neuzeit5s Bd. .lll Nr. 61 CLeipzig 1879J gegeben. Das dokumentarische Material ist am �bersichtlichsten zusammengestellt und bearbeitet worden von Gustavo Uzielli in den Ricerche int0rn0 Leonardo da Vinci C2 Bde., Florenz und Rom 1872 und 1884; zweite erweiterte Auf lage des ersten Bandes Turin 1896J. Jn der zweiten Auflage des ersten Bandes sind auch die bisherigen Ausgaben der Manuskripte Leonardos verzeichnet. Hinzugekommen ist noch eine Ver�ffentlichung der anatomifchen Zeichnungen mit zugeh�rigem Text in Windsor Castle durch Giovanni Piumati auf Kosten des Rassen Sabaschnikoff. Eine sehr breit angelegte Biographie von Paul M�llerWalde Leonardo da Vinci. Lebens skizze und Forschungen �ber sein Verh�ltnis zur florentifchen Kunst und zu Nafsael CM�nchen 1889s90J ist unvollendet geblieben. WertvolIer sind desselben Forschers ,,Vei tr�ge zur Kenntnis des Leonardo da VinciE im Jahrbuch der k�niglich preu�ischen Kunst sammlungen Bd. XVIll CBerlin 1897J. Ferner Waldemar von Seidlitz, Leonardo da Vinci, Berlin 1909. Die Grundlagen zu einer kritischen Behandlung der Leonardo zugeschriebenen Gem�lde und Zeichnungen und der Werke seiner Sch�ler hat der Senator Giovanni Morelli cJvan LermolieffJ in den ,,Kunstkritischen Studien �ber italienische Malereist C3 Bde., Leipzig 1890s1893J geliefert. Von Wichtigkeit sind auch die Abhand langen von W. Bode, J. Strzygowski, G. Dehio u. a. im Jahrbuch der k�niglich preu�ischen Kunstsammlungen Cseit 1882J. Auch die Aufs�t3e von Gruyer und Yriarte in der Gazette des BeauxsArts Z. Pest. XXXVgXXXVlI haben brauchbares Material geboten. Reich an feinen und geistvollen Bemerkungen sind die drei Studien �ber Leonardo von M. Thausing in den ,,Wiener KunstbriefenH CLeipzig 1884J. Die von G. Frizzoni in der ,,Zeitschrift f�r bildende Kunstss N. F. V. S. 78s79 vorgebrachten Gr�nde gegen die Echtheit der ,,be11e F6ronniereH haben den Verfasser nicht so voll kommen �berzeugt, da� er sich ihnen anzuschlie�en vermag. Zu S. 112 ist noch hinzu zuf�gen, da� auch W. Koopmann im Repertorium f�r Kunstwissenschaft XlV. S. 353ss360 in ausf�hrlicher, geistvoller Begr�ndung f�r die Echtheit der Madonna in der Felsgrotte im Louvre eingetreten ist. Die auf S. 21 erw�hnte Hypothese von M�llerWalde hat sich als hinf�llig er Wiesen. In einem Artikel der Mail�nder Perseveranza vom s24. Januar 1898 hat Pro fessor Novati nachgewiesen, das; die von M�llerWalde als Merkur gedeutete Gestalt den Schat3beh�ter Argus darstellt, wie aus einer darunter befindlichen Inschrift hervorgeht. Damit fallen auch die von M�llerWalde f�r die Urheberschaft Leonardos aus seinen Aufzeichnungen beigebrachten Gr�nde. Rofenberg, Lconardo da Vinci. 10