Abb.16. Detail von der Krönung Mariä in den NacJ einer Qriginalplzotographie von Gebt. Alinari in Florenz. Uffizien. LZu Seite 2k Den vereinten Kräften der Christenheit war es unterdes gelungen, das unheilvolle Schis1na zu beendigen und der Kirche den Frieden wiederzugeben. So konnten auch die Getreuen des Dominici in ihre Heimat zurückkehren und im Jahre 1418 in das Kloster S. Domenico wieder einziehen. Als Einunddreißigjähriger kam Angelico in seine Vaterstadt zurück, innerlich gefestigt und im vollen Besitz seiner Eigenart, die nur der Entwicklung harrte, um die schönsten Früchte zu tragen. Aufenthalt Dome11jco bei Fiesole, 1418s s1436. Noch waren jene inneren Streitigkeiten in der Stadt nicht beigelegt, noch dauerte der Krieg mit Lucca fort: das Dominikanerkloster lag in sicherer Entfernung an den Abhängen von Fiesole in schönster Lage und Umgebung, mit herrlichem Blick auf die Arnostadt, zwischen Zypressen und Olbäumen in der klaren und durchsichtigen Luft des toskanischen Paradieses. Unter der giitigen und doch strasfen Leitung Antonius konnten die Mönche sich der kirchlichen Ruhe erfreuen und ihren Werken nachgehen. Für Angelicos Pinsel gab es ohne Frage genug zu tun. Zunächst galt es wohl auch hier, den Bei stand von Chorbüchern zu vermehren; die Antiphonarien und Psalterien, die sein Bruder Ost