seiner ,,ThusneldaH zeigte. Doch ging er aus diesem Wett: kampfe nicht als Sieger hervor. Makart hatte inzwischen einen neuen Anlauf zu einem höheren Ziele genommen. Mit der ebenfalls 1873 vollendeten ,,Katharina EornaroH, welche die Huldigungen Venedigs empfängt CBer1iner NationalgalerieJ, that er die ersten, unternehmungsluftigen Schritte auf das Feld der Historienmalerei. Schon Motiv gebot ihm hier einen engeren Anschluß an Venezianer und damit eine strengere Beobachtung Gesetze der Zeichnung und Modelliernng. Mit Ie1Htc nahm es auch Pilot1J nicht immer genau, und da Makc Köpfe ebensowenig das geistige Leben ihrer Träger zur strahlten wie diejenigen Pilotys, war inbezug auf diese Angriffspunkte Licht und Schatten zwischen den beiden Kämpfern gleichmäßig verteilt. Aber Makart schlug in dem Kolorit ungleich vollere Akkorde an als fein Meister. Sein purpurnes Rot leuchtete geheimnisvoll gleichsam aus der Tiefe heraus, und der schillernde Glanz seiner in un: bestimmten und unbestimmbaren Farben gehaltenen Pracht: gewänder berauschte die schaulustige Menge, deren Sinne noch durch die kraukhafte, aber pikaut wirkende, blafirte Müdigkeit und leichenhafte Teilnahmlosigkeit derFiguren erregt wurden. Piloty ist auf diesem Wege nicht weiter gegangen. Der besonnene, kühl denkende Mann fand sich in diesem Fieber: taumel der Farben nicht zurecht, und so kehrte er wieder zu der maßvollen, feierlichen Vortragsweise seiner früheren Zeit zurück. in welcher er es noch zu so ausgeglicheuen und wenigstens koloristisch vortrefflichen Schöpfnngen wie