Pov3ellans, Majolika: und Gmail:2Ualevei x,;cuffallenderweise hat die große Verbesserung des Kolorits, welche 1nit Pilotys und V besonders Makarts Auftreten in der Schule vor sich ging, hier fast keinen Ein: fluß geäußert und nirgends sind wir darum so hinter den Franzosen zurückgeblieben, als in diesen Knnstzweigen, denen ein Th. Deck erst erstehen müßte, um ihnen neues Leben einzuflößen. Als nach Neureuthers Abtreten die altberühmte Nymphenburger Porzellan: fabrik völlig verfiel, gab sie der Staat auf, welcher sie durch seine bnreaukratifche Verwaltung glücklich ruiniert hatte, statt aus ihr eine Mnsteranstalt unter kiinst: lerisc.her Leitung zu machen, bei der man freilich nicht auf den Gewinn, sondern nur auf die Verbesserung der Fabrikation zu sehen gehabt hätte. Was man beim Hof: bräuhaus vortrefflich begriffen und die bayrische Bierindnstrie dadurch zu einer er: staunlichen Entwicklung und einem kolossalen Export gebracht hat, das verstand man beim Porzellan und der Fayence nicht, obwohl es da ebenso gut möglich gewesen wäre, wie das Beispiel Frankreichs zeigt. Ebenso wenig begriffen es die Unter: nehmer, während doch in Nürnberg unter Krelings Einfluß, durch Fleischmann und Schwarz eine schöne Majolika: und Fayence:Jndustrie anfbliihte. Nur die Ofen: fabrikation nach alten Mustern brachte es unter Hausleiter, dann Guttenberg und Mittermayr zu großer Gesundheit und weiter Verbreitung. Allerdings nur noch in der Porzellanmalerei älterer Art hat jetzt in München die Deiniugersche Anstalt und dann die Thallm eyers verhältnismäßig am meisten geleistet und beschäftigt wenigstens viele Arbeiter meist mit Kopien nach Pinakothek: oder sonstigen beliebten Bildern. Den für das Rokoko vorzugsweise passenden Charakter des Materials mit seiner kühlen, höfischen Glätte für entsprechend leichte und zierliche Produktion auszunügen, ist aber nie gelungen. In der Majolika: Malerei zeigt die Anstalt von Heider wenigstens gute Ansätz,e und in der Kunst: gewerbeschule gibt Ulke Unterricht. Daß hier aber noch ein weites Feld zu erobern wäre, unterliegt keinem Zweifel. Beinahe noch schlimmer ist es mit der Schmelz:Malerei bestellt, in der doch einzelne Münchener Künstler zur Zeit der Renaissanee das Bewunderuugswürdigste geleistet, ja bei ihrer Verbindung mit Gold und Juwelen alle anderen hinter sich zurückgelassen haben, wie man das in der k. SchaHkammer an der berühmten Georgi: Ritter:Ordenskette in unerreichter Vortrefflichkeit sehen kann. Denn Niemand begriff besser als diese Meister, daß das Email die Überleitung von den Edelntetallen und anderen Stoffen zu den Edelsteinen zu vermitteln habe, die leHteren also nie über: schreien. dürfe, sondern vielmehr die nötigen Supplementärfarben neben den Edel: steinen zur Erreichung einer vollständigen Harmonie zu liefern habe. Davon ist jetzt nicht viel zu bemerken. Ein einziger unserer Emailleure, Elching er, hat indes diese Seite der alten Meister einigermaßen begriffen und verdankt dem eine Reihe der schönsten, in Ketten, Brochen, Ohrgehängen unübertrosfenen Arbeiten. Sonst ist an den sonst so vortrefflichen Leistungen unserer Schmuckindustrie die Schmelzarbeit ge: wöhnlich der schwächste Teil, selbst bei FriH von Miller, Seit; und Halbreiter, wäh: rend man doch bei den Japanesen die unübertrefflichsten Muster dieser Technik seit: