Felseners, der die Schlüssel des Himmelreichs erhielt nnd der gleich einem Atlas die katholische Kirche trägt. Urfels und Felsenmannl Von Jesus, der die Wortspiele liebte, wie seherzend aufgeleseni Hier sitzt er auf einem Stuhle, hier liegt er in der Confesfion begraben, hier ragt er fest und uuerschütterlich aus dem tiefbewegten Meere und den rollenden Fluthen auf. Wie kam der Sohn Gottes auf das folgenreiche WortspielP Auch in Jerusalem, im Haräm eschsScherif, dem Bereich des alten Tempels, giebt es einen heiligen Fels und einen Felsendom. Es ist der Stein, auf dem nach der jiidischen Ueberlieferung der Unaussprechliche Name Jehovah7s, der große ,,SchemE geschrieben steht, der die Bundeslade und mit der Bundeslade das Weltgebäude stützt, wo Abraham und Melchisedek geopfert haben. Jesus kannte diesen Stein, er gelangte angeblich dazu, den mystischen Sehen: zu lesen und verrichtete kraft dessen seine Heilungswunder. Und ähnliche heilige Steine finden sich in der Kaaba zu Mekka, in dem griechischen Delphi und an andern religiösen Centren,,anf dem römischen Forum selber; man kann sagen, daß alle Völker ihren Petrus haben. Alle Religionen machen ein neues Gotteshaus aus der Natur und für ihr Gotteshaus brauchen sie einen heiligen Grundstein, auf dem das Gebäude ruht: Sanet Petertwandert wie ein Riese durch die ,.Erde, hält sie mit starken Armen und reißt sie bald hiers, bald dorthin. Hier ist unser Peter, hier das christliche Gotteshaus gegründet, hier gegenwärtig der Mittelpunkt der Erde; die römische Peterskirche das kühne Sinnbild der katholischen Welt: n1ouarchie. Und eben dieses Sinnbild ist selbst eine kleine Erde, die ihr eigenes Klima nnd ihre eigenen Jahreszeiten hat, allun1fassend und ewig wie das Uuiversum. Es scheint, von hinnen wird Sanct Peter nimmer weichen, an die Siebenhügelstadt ist er mit diamantnen Banden, ja mit seinen eignen Ketten unauflöslich nnd wunderbar geschmiedet; s01idata. ödes, Roma, oatenis. Alcuin, est tibi, Oarm. Der Buchstabe tödtet, aber der Geist macht lebendig. Es giebt einen idealen Petrus nnd ein überirdisches Rom, und dieses Rom und dieser Petrus werden allerdings für immer nnzertrennlich sein. Die c1postoliskhe Basilica mag einfalIen und der römische Felsendo1n nur noch in seinen Trümmern von einem späten Pilgrim besucht und bewundert werten, daß doch diesunsichtbare Peterskirche ewig bestehen bleibt. Was ist ewigP Die Welt. Was ist nicht minder ewigP Der Mittelpunkt der Welt. Was wandelt sich und verrückt sich, wie die Welle in einem StromP Menschenwerk nnd Menschensinnbild. Sanct Peter gleicht keiner Welle, Sanct Peter gleidJt dem Felsen. Sankt Peter ist eine Jdee, und die Jdeen sind felsenfest. 1Insterblich und unvergänglich wie das Alls Das ist die wahre Meinung bon Sanct Peter. ,,Wahrlich, ich sage dir,ss mit diesen Worten prophezeihte der Auferstandene am See Genezareth dem Apostel Petrus sein bevorstehendes Martyrium, ,,wahrlic11, ich sage dir, als du jung warest, gürtetest du dich selbst nnd du gingest hin. wo es dir gefiel. Aber wenn du alt sein wirft, so wirst du deine Hände ausbreiten wie ein Sclav, und ein Anderer wird dich giirten und wird dich hinfiihren, wo du 11innner weilen 1uöchtest.E III