ksss 304 Die grcislich Fries is ehe Sammlung zu Wien verdient wegen ihrer vortrefflichen Abdriccke eine. besondere AuszcichL nung; He kommt von Mariette her, und wurde sehen 1560 von dem Geographen O r t e l i u s in Antwerpen gesammelt. In Mciriette7s Auetion wurde dieses Werk um 1650 Franken verkauft; es waren 288 Blätter. Für den Literaten würde es sehr belehrend gewesen seyn, wenn Mariette ein fpezifisches Verzeichniß gefertigt hatte. Denn nur sehr wenige Sammlungen sind bekannt, welche schon damals angelegt wurden; und man würde dadurch zur Be: flimmtheit gelangen, welche Werke man dem Dürer zuver: läßig zueignen kann, und jene, welche man fälschlich mit seinem Namen und Zeichen belegt. Es ist immer auffallcnd, daß. ins dem Praunischen Kabinet, dessen Stifter, Paul Praun .csieh oben S. 187J war, und welcher das Dicke: rische Werk von Isamnitzer, und dieser,von Dürers Bin: der Andreas2 kaufte, die Veronika Nr. 464. der kleine Hieronymus, Nr. 782. das Urtheil des Paris Nr. 793. fehlte. Derselbe Fall isi es. auch mit der ,Welserischen S.i1pnI: lung, welche unt 1560 angelegt wurde, die des Maus vor; Jungen zu Frankfurt, welcher ums1560 lebte; er ver: machte sie der Frankfurter Stadtbibliothek,.wo sie sich noch befindet. Eben so fehlten jener des Erzherzogs Ferd.i; nand, welche sieh 1590 zu Ambras befand, und jetzt zu Wien in der Sammlung gleiches Namens ist, obige drei; .Bleitter. Daher mdshten,einige Zweifel entstehen, ob der Hieronyn1uss.und das Urtheil des Paris nicht von einen; alten Meister nach den Holzschnitten Nr. 2035s 2077. ge; fertigt wurden. Auch in den ältesten Biographien Dürer7s, als: von Vasari, Karl v. Mander, lind diese Blätter nicht an: gezeigt, obwohl sie, wie Sandrart, auf seine in Erz ge: grabene und in Holz geschnittene Werke Rücksicht nahmen; ihre Verzeichnifse sind weder kritisch verfaßt, noch zahlreich; denn es lag nicht in ihrem Zwecke, einen vollständigen Ka, talog zu liefern. Dennoch findet man immer einige Beleh2