352 auch zu einer stillen und gerechten Achtung der Katholiken, das Werk durchführe und vollendet Das helfe GotttU Die Wahl Rietschel9s erregte überall die freudigste Zustimmung. Ein wie populärer Künstler er war, geht schon daraus hervor, daß durch seine Erkürung ein unbedingtes Vertrauen erweckt und die nöthigen sehr bedeutenden Summen in einer für Deutschland über: raschenden Weise bis auf einen verhältnißmäßig kleinen Theil beigesteuert wurden. Nur wenige Tage nach Empfang des Auftrags stellte Rietschel bereits klar und bestimmt die beiden Gefrchts: punkte hin, welche für die Auffassung maßgebend sein möchten. Entweder man setze blos Luther ein Denkmal, oder, indem man ihn mit feinen Vor: und Mitkämpfern darstelle, Luther und der ganzen Reformation, womit Luther7s Verherrlichung in ihrer historifchen Tiefe be: gründet und in ihrem weltgefchichtlichen Zusammenhang erscheine. Schon damals legte er in ihren Grundzügen nicht nur, sondern bis in die Einzelheiten die Jdee dar, welche später mit einigen Modificationen im genehmigten Denkmalsentwurfe festgehalten worden ist. Von Anfang an nahmen an dem Denkmalsplane viele und bedeutende Männer den lebhaftesten Antheil. Rietschel selbst besprach die Angelegenheit eingehend und gründlich mit solchen, auf deren Ansichten er Gewicht legte. Er klärte, läuterte und sichtete auf solche Weise am besten die eigenen. Mit den beiden Präsidenten des Comite, Pfarrer Keim und Dr. Eich, wurde leb: haft verkehrt, der Diakonus Pfeilschmidt, der Verfasser der ,,Heiligen seitens, und gründlicher Kenner der Refor: mationSgeschichte, bei Feststellung der zu berücksichtigenden