2ö6 der in ihremSchose .ruhende Leichnam mit seiner Linien: bewegung untergeordnet und nur dazu verwendet er: scheint, die Gestalt der lMaria selbst zu heben, hat Rietschel sehr7wohl gefühlt, daß die Bedeutung des Heilands .nurzdTadurch hervortreten könne, daß er von der Mutter getrennt, als. ein svonsihr verehrtersund Ibe.: trauerter.heiliger Leichnam dargestellt werde:.: Auch. andere deutsche Künstler haben annähernd. dasselbe Bedürfnis; empfunden. s Schon in seinem. ältern Werke in der Kirche zu Heilbronn, neuerlich in seiner Composition Führich7s, ist die Trennung des Leichnams von der Gestalt M,aria7s ausgesprochen, ohne abersso entschieden und.be.wußt und mit, solch innerlichersGewal,tszur Anschauung gebracht zu sein. Aufs ein anderes Motiv, welches den Künstler zu. der von ihm gewählten Anordnung der Gruppe ver: anlaßt hat, weist Ernst Förfter in seiner ,,Geschichte der deutschen Kunst,U,s V; 44s1s, ;hin, wenn er sagt: ,,Jn der Regel sieht man diesGruppe.soeangeordnet, daß die Mutter den..todten Körper ganz.oder zur Hälfte im Schose hat, wobei .die Rücksichten aufsLinien und Maße überwiegend maßgebend waren und sind. Daß mit dieser Anordnung dass natürliche Gefühl verletzt werde, scheinen wenige Künstler in Betracht gezogen zu haben. Bei Rietschel .überwog die Achtung vor diesem natürlichen Gefühl die Rücksicht aus Linien und Maße: er legte denn heiligen Leichnamsans den Boden und ließ Maria neben ihm .niederknien. Ganz versunken in den Anblick descvons seligem Frieden, übergossenen Angesichts des Todten löst.sie sich in Einem großen Schmerz auf, aber ohne Jammer und Leidenschaft; iiWol läßt sie die ge: faltenensHände sinken, aber doch betet ihre Seele fort.