301 FortI oder, schlimmer noch: beinah vernichtet, Und um den alterworbnen Ruhm l1etrogenl Sagen Ein Volk, das euch nicht kennt, hängt seine An eure Reste. Tausend Jahre thürmen, Was wieder tausend Jahre nun verzehren. Und ichI Wird nicht nach kurzgemessnen Tagen Mit all den Qualen, die es noch durchstürmcn, Mein Herz als Staub zu diesem Staub gehören2 Castiglione schreibt von Rom dann an seine Mutter über die Zukunft eines seiner Brüder, den er in den Dienst eines Cardinals zu bringen hofft. ,,Er wirdU, schreibt erkJ, ,,eiue unabs hiingige Existenz in Rom führen und sich gleich ein bedeutendes Ziel stecken können.H ,,Sich im Vatican Verbindungen schaffen, heißt es in einem anderen Briefe, wird nichts Geringes sein. Wer nichts wagt, gewinnt nichts. Rom ist der eigentliche Aus: gangspunkt der Gelehrsamkeit.H ,,Jn Rom nur bemerkt zu werden, schreibt Erasmus von Rotterdam damals von dort an einen Freund, ist schon ein ungemeiner Erfolgs Und nun denken mir Raphael über all solch vorbereitende Be1nühungen, die den Talents vollsten doch nicht erspart blieben, hinansgehoben und gleich auf die Höhe gestellt, zu der die Gemeinschaft mit Giulio11. und Bramante ihn berechtigtei Nicht als Geistlicher, Gelehrter oder Politiker nur mit Erwcirtungen allgemeiner Art sieh tragend und aus gelegentliche Befriedigung seines Ehrgeizes angewiesen, sondern unabhiingig und als schaffender Künstler an der greisbaren Aus: führung dessen gleich fest betheiligt, was als sy1nbolische Ver: wirklichung der großen Gedanken, die gehegt wurden, deren uns mittelbare Realilät bezeugte. Bedenken wir Raphael7s jngendliches Alter. Seine Fähigkeit, sich anzuschmiegen. Seine Gabe, fremde Gedanken in sich auszunehmen. In Geymiiller7s genialen Zeichi nungen stehen uns die Ausrisse der Peterskirche vor Augen, wie Bramante, um den Ansprüchen Giulio7s zu genügen, einen nach Lettere