l20 Neapel. und endlich zwischen alle Diesem lebt und webt, aber ohne zu arbeiten, ein so schmutziges, lumpiges, schamloses, ekelhaftes Gesindel, daß das Auge beim ersten Blick sich mit Abscheu wieder wegwenden würde, wenn nicht, wie die bunten Früchte zwischen den widerlichen Seegethieren, auch oft hübsche Kinder mit den ausdruckvollsten Gei7Ths tern darunter wären, die mit so naiVer Unschuld essen, trinken u. s. w., oder Feuer, Leben und Geist verrathend sich prügeln, spielen, stehlen und betteln, denn das thun sie alle, oder die sich, sind sie schon etwas erwachsen, häußg als Cicerone anbieten, mit der größten Geläußg: keit das ganze Register der Merkwiirdigkciten hernennend, ohne vielleicht bei irgend einem Klang einen Begriff da: mit zu verbinden. Auch sieht man hier, wie überall, wo Fischer und Schiffer sind, gesunde, frische, starke Und oft recht schöne Kerle. Mitten unter diesem freien Leben sieht, und hört man stets viele Engländer und Engländerinnen zu Wagen, Fuß und Pferd mit ihrem abgeschmackten Cosiüm und ihrer in Italien so auffalIend garstig klingenden Mundart. Auch findet man hier viele langhaarige, ausgehungerte Deutsche mit schmu1zigen und zerlumpten Röcken und großen Malerapparaten, oder auch verdorbene Gelehrte, die hier das theuere Pflasier auf andere Weise erspa: ten wollen, theils mit von Beten und Scheinheiligkeit abgemagerten, theils von wilder Lebensluft ausgesoges nen Geßrhtern. Auch ehrliche Trinkbrüder, die ruhige, geseHte Philister geworden, und viele verhungerte Archcio: logen sieht man, sowie eine Menge wie Afen aufgepuHs ter, renommirender Franzosen, die in dem phantastischsien, theatralischsten BallettänzersCostüm einher hüpfen und