Yceape1. Mädchen auf osfener Straße gekämmt nnd angepuk,t, und bei offenen Thüren steigt man aus dem Bette. Da nimmt ein Schusier, dort ein Schneider das Maß; hier steht ein Pfaffe und spricht Weibern ins Gewissen, dort wird ins Lotto gesetzt; hier werden gar auf öffentlicher Straße Liebe8briefe dictirt, dort Eigarrenstümpfchen von der Straße aufgesaminelt und wieder verkauft. Dann kommt wieder Einer, der sich vom Ungeziefer zu befreien sucht nnd das neben gehen ganz gepuhte Damen vorbei; dann laufen die Makler mit ihren Glocken herum und klingeln und schreien Auctionen aus; dann verfolgen sich welche und kaufen sich und schlagen sich Löcher in den Kopf Cdas habe ich elf Mal gesehenI; dann kommt eine Non: nenprozession, die durch allen diesen Lärm durch, sehr schöne Litaneien singend, zu den Hiiusern, wo Kranke End, zieht; ihnen folgt ein von vier Kerlen getragcner Altar, prächtig verziert, auf dem der Kopf einer sterbens den Madonna sich befindet. Eine Secundc zieht das Volk die Mützen ab und ist andcichtig, lärmt aber dann gleich weiter. Nun kommen noch Bauern und Baues rinnen, die, zu Esel oder Pferde oder nebenher gehend, alle Arten von Ge1nüse zur Stadt bringen; man sieht sogar berittene Wcischerinnen. Es ist ein Chaos von allen nur möglichen menschlichen Beschciftigungen und Bedürf: nissen, die durch die profane Art, wie sie der Oeffents lichkeit preisgegeben End, fast eine Caricatur, eine Sag tyre auf das Leben und sein geschästiges Thun und Trei: ben scheinen. Mir wenigstens schien es so; ich konnt, es nie anders nehmen, als eine Maskerade, wie den römischen Corso im Carneval; wie dieser von Menschen angefüllt ist vor seiner eigentlichen, rechtmäßigen Eröff: