jubelten wir, tranken ein über das andere Mal das Wohl der Polen und zogen so bald die ganze Gesellschaft mit hinein, daß trotz der Diplomaten die Alten wie die Juni gen schwcirmten und das Ganze dem heitersien BacchanaIc glich. Es wurden Gesundheiten über Gesundheiten ge: trunken und als bei dieser Gelegenheit ich in Schadowis Nähe kam, den ich seit unserm Misverstöindniß erst einmal flüchtig gesprochen, ging er auf mich zu, sagte mir über mich, sein Verhältnis; zu mir, meine Arbeit u. s. w., viel Schmeichelhaftes und umarmte und küßte mich drei: mal als Zeichen der Versöhnung sehr herzlich vor der ganzen Gesellschaft. Ich, schon von Jubel und Wein begeistert, wurde dadurch so gerührt, daß ich mit allen seinen Schülern Brüderschast trank, die sie mir anböten. Darauf tranken sie mit allen Cornelianern und so war .die allgemeine Versöhnung da, aber auch.zugleich der RaUfkh, besonders bei meinem Neher und mir. Nach vielem Toben ward die Tafel aufgehoben und wir gingen nun mit Fackeln durch den Garten zu einem Antikensaal, wo Kasfee und dann noch Glühwein getrunken wurde. Die frische Luft zeigte denn nun den noch etwas Nüchs ternen oder Nüthternern, daß es bei densMeisten nicht mehr recht richtig war, Alle taumelten und redeten be: geisterten Unsinn; aber Alles war froh und jauchztc. Einige der alten Helden, wie der alte Reinhard, waren die Silene, die, von jüngern taumelnden Faunen ges schleppt, vor Seligkeit schwermüthig dem Fackelzuge folg: ten, und unter diesen war sogar ein Diplomat. Dann ging der ganze Schwarm, theils in Wagen, theils zu Fuß und mit Fackeln, selig zur Stadt. Einige Begeis sterte zündeten fast die Dornenhecke an, doch löschte der