V314s LXXVl. Leben des ftorentinischen Malcrs letztern Bilde jedoch nur die Figuren von oben bis zurMitte30J, denn vonieinem heftigen Fieber ergriffen, und von dem Hals; Sein Tod. übel befallen, welches man Brciune34J nennt, starb er nach wenig Tagen im frinfundvierzigsienJahre seines Lebens. Fi1ippo war immekdakskkeundIich, liebevoll und von ans muthigen Sitten gewesen, deßhalb wurde,er,von allen beweint,h die ihn gekannt hatten, vornehmlich von der Jugend unserer edlen Stadt, die sich.bei Festen, Maskeraden und andern Schauspielen stets zu ihrer großen Befriedigung, des Geistes und der ErfindsamkeitFilippols bediente, denn in derlei Dini gen hat er nie seines Gleichen gehabt. Ja man kann sagen, all sein Thun war so, daß der Makel Cwenn es einer W, der ihm vom Vater anhing, nicht nur durch diesTreßlichkeit sei: J ner Kunst, in welcher er keinem seiner Zeitgenossen nachskand, sondern auch durch ein bescheidener; gesittetes Leben ausgeldscht wurde, vor Allem dadurch, daß er immer zu Diensten bereit undsliebrvoll war, eine Tugend, von welcher nur der weiß, X wie sehr 1iesdie Gemüther aller Menschen gewinnt, der es selbst erfahren hat; Filippo wurde am dreizehnten April des Jahres 1505 CM,s;s9W von seinen Sdhnen32J in SL Michele Bisdomini begraben, und während man ihn zur Gruft trug waren alle Baden in der Pia del Servi geschlossen, was nur. bei Erequien von Für: sirn zu geschehen pflegt. I IV d. h. die Figuren im obern Theil des Bilde6. Die Figuren lot untern Theil wurden von Pietro Perugino hinzugefügt, der aber seinen Vorgänger nicht erreichte. Seine Figuren End kalt und ohne gelungenen Ausdruck, während die von Filippino secure betreten viel kräftiger erscheinenJ Dieses Bild, welches vollendet vielleicht das schönste Werk Filippino7s geworden wäre, befindet sich jetzt in der Sammlung der Akademie der Künste zu Florenz. III Damals CFiZpritnanzia,,Squinanzia, Scheranzia genannt, jetzt Angina. s2J Filikpino, nahm u97 eine Frau, Namens Margherita, wie aus florentiniskhen Urkunden erhellt, und zwar in der Parochie S. Michele Bisdomini, weßhalb er wadrscheknlieh auch in jener