Donato. 229 durch seine übrigen Vorzüge die Liebe Alter, welcher jener edeln Familie angehiirten. Er arbeitete in seiner Jugend viele Dinge, die man, weil deren viele waren, eben nicht sehr beachtete; Ruhm und Namen aber verdiente er sich durch eine Vertün2 digung von Sandstein H, welche in Santa Croce zu Florenz Varus, beim Altar nnd der Capelle der Cavalcauti aufgestellt wurde. MFZ,,IJ,Sm Rings um diese brachte er eine 3ierrath nach grotteskem Geschmack an, mit manuichfaltigem Basameut, die oben im Ruudbogen endigt, wo sechs Kindlein einige. Laubgewinde tragen und sich umfassen als ob sie schwindelnd vor der Tiefe einander zu halten sirebten. Ganz besondere Kunst zeigte er bei der Gestalt der Jungfrau, welche erschreckt durch das pldtz: liche Erscheinen des Engels sich schüchtern, voll iittsamer Ehr: furcht und hdchiter Anmuth zu dem wendet, der sie grüße; so daß man in ihrem Angesicht jene Demuth und Dankbarkeit erkennt, welche sich bei einem, der unerwartet eine Gabe empfängt, um so stärker ausspricht, je größer die Gabe ist. Die Gewänder der Madouna und des Engels wußte Donato schön zu ordnen, und gab ihnen einenImeisterhafteu Falten: warf, indem er sich bemühte die menschliche Gestalt hindurch erkennen zu lassen und die SOhdnheit der Alten wieder zu finden, welche viele Jahre verborgen gelegen hatte. Kurz, er II wodurch es noch wahrscheinlicher wird, daß Donatols Geburts: jahv auf 1383 fällt. Auch weiß man, baß letzterer use in die Malerzunft aufgenommen wurde. Nicht Marmor, wie Cicoguara angibt, sondern Macigno, dein feinldrniger Sandslein. der in vielen Gegenden des Apennin, aber am sehdnsten bei Fiesole gebrochen wird; weßhalb er auch l1jcika Fcsu1ims heißt. Nach seiner mehr oder minder ;jrauen Farbe wird er wrong, gkicoia u. s. w. genannt. Arbeiten aus diesem Stoff kamen namentlich im isten Jahrhundert wieder auf; doch gibt es im isten auch außer dem hier genannten noch manche Beispiele. Die Abbildung des Relitfs Hebt bei Cicozs now il. tin. 5.