Einleitung. 25 an der Handlung, , eine von Leidenschaft entfernte FtdUM1igkeit nnd Stille der Seele, und diese Ruhe des Dasenns bringt die Bildnisse der Zeitgenossen in Uebereinstinnnung mit der heiligen Geschichte. Als, Repräsentant einer mehr ideel1en, der älteren Periode verwandteren Richtung sieht neben Masaccio der fVVMMC Mönch Fra Beato Angelio .da Fiesole; sein Ziel ist nicht die Wirklichkeit, sondern Erhebung des Geinüths aus der GegMs wart zu einein verklcirten Dasehn; daher auch nicht materielle Wahrheit der Darstellung, sondern Mannichfaltigteit des Aus: drurks schöner Seelenstiminung von ihm erstrebt wird, und seine Behandlung erinnert mehr an die GiottoDsche Schule, während er in zarter und anniuthiger Schilderung geistiger Zustände seine sämmtlichen Zeitgenossen übertrifft. Indessen dauert diese Mich: tung nicht; sein Schüler Benozzo Gozzoli wendet sich der epischen Breite der Uebrigen zu und ergeht sich in Schilderung des inate: riellen fröhlichen Lebens. Zugleich schließen sich einige Meister. wie Antonello von Mesiina,iAllesso Baldovinetti und Ghirlan: dajo, in Zeichnung und ausführlicher Schilderung der Nebendinge sogar der Richtung der Niederländer an, und stellen dadurch eine Verbindung zwischen zwei entlegenen, aber auf merkwürdige Weise sich gleichenden Bestrebungen her. Die niederlcindiskhe Er: sindung einer verbesserter: Oelmalerei hatte erst ganz zu Ende dieser Periode wesentlichen Einfluß auf die italienische Kunst. Uebrigens ist der Gang der Malerei während dieser Zeit in ganz Italien, abgesehen von provinziellen Eigenthümlichteiten, derselbe wie in Florenz. Es ist der Weg, durch welchen sie sich zu der Höhe schöner und nniverseller Darstellungen erhob, auf der wir sie zu Anfang des isten Jahrhunderts erblicken. I