506 Bieten. Bitten. Beten. Opfer. F. 134. angeflehten Gottheit, sie alle drücken ans, das; der Mensch sich dem höhern Wesen als ein Besiegter, als wehrloses Opfer darbietet und untern1irst." Bitten und beten werden vielfach verwechselt; noch Psefsel sagt: den gan- zen Tag bat er sein Paternoster her. Wörterb.1l, 53. Beide Wörter aber kommen von bieten offer:-e. In der alten Sprache und noch im ndrh. Dialekt heißt es ,s ich beten", als wäre sich bieten, sich opfern ge- meint, gerade wie das mit Bitten in seinem alten Sinne zusammenhän- gende 1)adi Bette (leetisternium) zugleich Altar bedeutet, Myth. 27. 59. Wörterl). I, 1722. Von dem Entblößen des Hauptes machten nur die Priester eine Ausnahme, wenigstens ist von den gotischen bezeugt, das; sie das Haupt mit der Tinte be-deckten. Der Heide schaute beim Beten gegen Norden, weil dahin auch das deutsche Alterthum die Wohnung der.Götter, den Götterberg, setzte, und diese selber gegen Süden-sahen, vgl. Z. 63. Die gegen Osten betcnden Christen nahmen daher einen nördlichen SiZ des Teufels an, und bei seiner Abschwörung musten sich die Neubekehrten mit gerunzelter Stirne und zorniger Gebärde, dem Gegensatz jener, die das Gebet begleitete, nordwärts kehren. Für die Vorstellung, zu welcher Sigrdr. 3 Anlaß giebt, als hätten die Deutschen sitzend gebetet, könnten deutsche Gräber sprechen, welche die Todten in siYender Stellung zeigen. LiebrechtGerm. X, 108 meint zwar, diese Erklärung sei nicht so ansprechend als jene M. 1220 angeführte, wonach diese anffallende Behandlung der todten Leiber den Menschen in dieselbe Lage versehen solle, die er vor der Ge- burt im Schooße -der Mutter angenommen habe. Aber hatten die Alten so gestatte Vorstellungen über die Lage des Embryo? Vgl. Germ. XVI, 222. Nach Maurer Bekehrung Il betete man liegend nach Norden ge- richtet und hielt, auch wenn kein Bildniss da war, die Hände bein1 Beten vor die Augen, wie vom Glanz"e der Gottheit geblendet. Birken. Bitten. Beten. Opfer. Opfer. 134. 1. Im Allgemeinen. Wenn der Menfkh im Gebet sich selber darbringt, so fügt er im Opfer (neibunge Graff H, 1015) einen Theil seiner Habe hinzu, und erkennt damit an, daß er das Ganze der Gnade der Götter ver- dankt. Dieser weiß er sich bediirstig im Glück wie im Unglück, denn das Gliick erscheint ihm als ein neuer Beweis der göttlichen Gnade, die ihm ein Dankopfer auch ferner erhalten soll; das Unglück schreibt er dem Zorne der Götter zu, den er durch ein Siihnopfer von sich abzuwenden