482 und Kunst ist beides Odins Gabe, und auf ihn wird hier auch der Teufel zuriickweisen. Der Teufel heischt dieselben Opfer, die sonst heidnische Götter em- pfingen: ein schwarzes Schaf, ein fchwarzeT3 Huhu, einen schwarzen Geiß- bock, einen Hahn, der an einem Donnerstag im Merz aus dem Ei geschlüpft ist, Kuhn W-S. 102. ,Man muß dem Teufel zuweilen ein Licht anstetken', räth der-Volksnun1d; auch das ist deutschheidnischer Brauch beim Opfer. ( Ebenso häufig als mit den alten Göttern beriihrt sich der Teufel mit Riesen. Der Dr-us (aus Thur-Z entstellt) ist eine gewöhnliche Teufels- bezeichnung, Kuhn WS. 110. In dem vielbelannten und vielgestaltigen Märchen vom Schmidtchen von Bielefeld, von Apolda u. s. w. wird der Teufel von des Sehmidts wie sonst die Riesen von Thors Hammer ge- troffen und weich gehii1nmert. Selbst wenn in der christlichen Zeit vom Teufelholeu die Rede ist, ist dies; erst von den Riesen auf den Teufel übertragen, da man in der heidniseheu von jedem Vern1issteu glaubte, Trolle oder andere uvi"ittir (iible Wichte) hätten ihn geholt. Maurer Bekehrung II, 59. 84. Der Teufel wirft Felsensteine nach christlichen Kirchen wie die Riesen nach Städtcn; wie die Riesen erscheint er als Baumeister, und die tausendfacher: Nnchklänge des Mythus von Swadil- fari sehen den Teufel, an die Stelle der Riesen. Uralte Bauten, den eyclopischen Mauern eutsprechend,"werden bald Riesen, bald dem Teufel zugeschrieben. Fußspuren u. s. w. in Felsen bezieht das Volk auf beide. Teuselsbetten berühren sich 1nitHünenbetten und Brnnhildebetten, M. 976z .als Altäre H. 105. 1l9 sind sie alle zu saßen. Pflanzen und Thiere werden nach dein Teufel benannt wie ftiiher nach Riesen und Göttern. M. 981. Kahn WS. ll, 110. Wie die Riesen von Göttern und Helden besiegt und iiberlistet wur- den, so trifft nun den Teufel das Loof3, von den Menschen angeführt und ausgelacht zu werden, weshalb er so häufig als dummer Teufel er- scheinen mus;. Am Auffallendsten ist die Uebereinstin1mnng, wenn der Teufel vielhändig und der ihm verwandle Autichrist siebcnhäuptig vorge- stellt wird, M. 946. Doch nicht immer ist der Teufel der Betrogene. Als er zu Sala1uanca die Zauberkuust lehrte und der letzte Zuhörer ihm als Honorar anheimfatlen sollte, muste er sic) mit dessen Schatten begnii- gen. Als der Schüler aber die erlernte Verjiingungskunst an sich selber versuchen wollte, u11d sich zu dem Ende tödten, zcrhacken und in einer Gla-3flasche in Pferdemist sehen ließ, steckte der Teufel sich hinter die Po- licei, die ein schon ganz wohlgestaltetes Kind in der Flasche fand, das sie aber sogleich zum Feuer verdammte. Vgl. Rochh. Gl. I, 121 und S. 80 ob. J-n dieser Erzählung wird dem Schatten eine gewisse Wesenl)eit zugestanden,